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Immobilienfirma : IVG drückt bei Einigung mit Gläubigern aufs Tempo

Die Immobilienfirma will bis zum kommenden Juli eine Einigung mit seinen Gläubigern erreichen. Dabei sollen Zugeständnisse von allen Beteiligten kommen. Ansonsten müsse über einen anderen Schritt nachgedacht werden.

Das IVG-Projekt „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen. Quelle: picture alliance / dpa
Das IVG-Projekt „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen. Quelle: picture alliance / dpa

FrankfurtDer hochverschuldete Immobilienkonzern IVG drückt im Ringen um Zugeständnisse der Gläubiger aufs Tempo und will eine Grundsatzeinigung bis Juli. Vorstandschef Wolfgang Schäfers habe am Dienstag in einer Telefonkonferenz eindringlich an die Kreditgeber appelliert, Gläubigerausschüsse für die verschiedenen Kreditlinien und Anleihen einzurichten, um Gespräche über das neue Finanzierungskonzept aufzunehmen, verlautete aus Teilnehmerkreisen.

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Das Unternehmen sei an einer einvernehmlichen Lösung interessiert, habe dafür aber nicht mehr viel Zeit. Für den 14. August ist die Hauptversammlung angesetzt, auf der die Aktionäre über den Plan abstimmen sollen. Etwa sechs Wochen vorher wird in der Regel die Einladung mit den Beschlussvorlagen veröffentlicht.

Immobilienfirmen

Die IVG befindet sich seit Jahren in der Sanierung und schreibt Verluste, weil sie sich vor der Finanzkrise mit teuren, schuldenfinanzierten Projektentwicklungen verhoben hat, von denen viele die Erwartungen nie erfüllt haben. Per Ende März stand der Bonner Konzern mit 4,2 Milliarden Euro in der Kreide, die Verschuldungsquote (LTV) ist mit 72 Prozent nach eigener Einschätzung viel zu hoch, um die anstehenden Refinanzierungsrunden zu meistern. Daher will der IVG-Vorstand nun den Befreiungsschlag - und ein Entgegenkommen von Aktionären, Anleiheinvestoren und anderen Gläubigern.

Wie die Teilnehmer berichteten, fanden das IVG-Management und dessen Berater in der Telefonkonferenz klare Worte: Alle Beteiligten müssten Zugeständnisse machen. Sollte es in dem "engen und herausfordernden" Zeitrahmen keine Einigung geben, müsse der Konzern über einen anderen Schritt nachdenken. Die Gläubiger sollten in Kürze Zugang zum Datenraum bekommen, um sich ein vollständiges Bild von der Lage der IVG zu machen.

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