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Immobilienkonzern: LEG-Börsengang könnte Milliarden einbringen

Der Börsengang des Immobilienkonzern LEG könnte ein Milliarden-Geschäft werden. Wenn die Eigentümer alle Aktien zum höchsten Preis loswerden, würden sie 1,4 Milliarden Euro einnehmen.

Die LEG Immobilien gehen an die Börse. Damit könnten die Investoren im besten Fall rund eine Milliarde Euro einnehmen. Quelle: dpa
Die LEG Immobilien gehen an die Börse. Damit könnten die Investoren im besten Fall rund eine Milliarde Euro einnehmen. Quelle: dpa

FrankfurtDer Börsengang des nordrhein-westfälischen Wohnungskonzerns LEG soll den Eignern einen Milliardenerlös in die Kasse spülen. Die Whitehall-Fonds von Goldman Sachs und der Finanzinvestor Perry Capital wollen bis zu 57,5 Prozent der LEG an die Börse bringen und könnten damit im besten Fall gut 1,4 Milliarden Euro einnehmen, wie sie am Freitagabend mitteilten. Das ist deutlich mehr als in Finanzkreisen zuletzt erwartet worden war. Der angepeilte Börsenwert von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro würde locker für den Einzug in den Nebenwerteindex MDax reichen. Die Gelegenheit ist so günstig wie lange nicht: Die Schuldenkrise hat sich beruhigt, der Aktienmarkt läuft rund und der Appetit der Anleger auf Immobilienanlagen ist ungebrochen.

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Insgesamt werden den Investoren vom Montag an bis zum 31. Januar knapp 30,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 41 bis 47 Euro angeboten, davon knapp vier Millionen Papiere als Platzierungsreserve. Die Erstnotiz im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse ist für den 1. Februar geplant.

Klappt das Vorhaben, wäre die LEG der erste Börsengang 2013 und der größte eines Immobilienunternehmens in Deutschland seit der Berliner GSW im Frühjahr 2011. Die LEG mit Sitz in Düsseldorf verwaltet 91.000 Wohnungen und zählt damit zu den Schwergewichten der Branche. Bei der Übernahme 2008 hatten Whitehall und Perry dem Land Nordrhein-Westfalen 3,4 Milliarden Euro gezahlt und dabei 2,6 Milliarden Euro Schulden übernommen. Die Refinanzierung der Verbindlichkeiten war die größte Hürde für den Börsengang und wurde 2012 abgeschlossen. Nun sind noch knapp 2,4 Milliarden Euro Schulden übrig. Der Wert des Wohnungsbestands abzüglich Schulden (NAV) wird auf rund 2,4 Milliarden Euro taxiert, nach einer konservativeren Bewertungsgrundlage sind es 2,1 Milliarden.

Grundlage für das Initial Public Offering (IPO) sind die Neunmonatszahlen: Per Ende September lag das operative Ergebnis (Ebitda) bei 180,2 (Vorjahr: 183,7) Millionen Euro. Der für die Dividende maßgebliche Betriebsgewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO) stieg auf 101,3 (93,9) Millionen.

  • 31.01.2013, 23:22 UhrBisdieStrassenbrennen

    Bravo Herr Rüttgers, bravo Herr Linssen!

    Sehr vielen Mietern in NRW haben Sie mit Ihren christdemokratischen Grundwerten einen Bärendienst erwiesen und Landeseigentum und einen sozialen Wohnungsanbieter in den Schlund einer Heuschrecke geworfen!

    Schade, dass dies man davon heute nichts mehr wissen will - es wird sich für die Akteure sicherlich gelohnt haben. Demokratie...das Volk entscheidet - klingt gut und in welchem Land soll das genau sein?

  • 21.01.2013, 14:12 Uhrbeglae

    Die SPD will die Mieten begrenzen da wollen Goldman Sachs und Co schnell noch Kasse machen

  • 19.01.2013, 08:34 UhrNeptun

    Die Immobilienblase in Deutschland ist voll im Gange. In einigen Jahren wird sie platzen, und Deutschland in eine tiefe Krise stürzen. Arbeitslosigkeit wird in Null, Nix enorm steigen. Spanien lässt Grüßen. Wie die Politik bereits jetzt die Fäden aus den Händen verloren hat, wird sich in ein Paar Jahren bitter rächen.
    Die Deutsche Wirtschaft ist im Verhältnis zu vielen anderen Ländern gut diversifiziert. Das ist die Stärke der Deutschen Volkswirtschaft. Geht die Balance einseitig zu Gunsten der Immobilien verloren, ist die Gefahr des Absturzes umso höher und bitter: Platzt die Immobilienblase, sie wird zu 100% eines Tages platzen, werden die übrigen Wirtschaftszweige keinen Airbag gegen Wirtschaftskrise anbieten können, da sie längst abgeschwächt sind, und ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren haben. Genau heute muss die Politik das Anheizen des Immobilienmarktes dämpfen, denn Später wird zu spät sein.

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