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Immobilienmarkt: Makler für 2012 vorsichtig optimistisch

In Deutschland konnte der Immobilien-Sektor seine Transaktionen im vergangenen Jahr deutlich steigern. Auch in diesem Jahr soll das Niveau nach Branchenprognosen hoch bleiben, aber es drohen Finanzierungsengpässe.

Arbeitsräume in einem Bürogebäude am Potsdamer Platz in Berlin. Quelle: ZBSP
Arbeitsräume in einem Bürogebäude am Potsdamer Platz in Berlin. Quelle: ZBSP

FrankfurtAuf dem deutschen Immobilienmarkt sind 2011 so viele Büros, Hotels und Shopping-Center verkauft worden wie lange nicht - doch der Gegenwind wird rauer. Das ist das Fazit der großen Maklerhäuser, die mit gedämpftem Optimismus ins neue Jahr gehen. Laut am Donnerstag veröffentlichten Berechnungen von Jones Lang LaSalle lag das gewerbliche Transaktionsvolumen 2011 bei 23,5 Milliarden Euro und damit rund ein Fünftel über dem Vorjahresniveau. Konkurrent CBRE errechnete hierzulande 22,6 Milliarden und sprach vom besten Ergebnis nach den beiden Boomjahren 2006/07. Vor allem im florierenden Bereich Einzelhandel zogen die Verkäufe zuletzt deutlich an.

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Zwar schätzen die Experten, dass das hohe Transaktionsniveau auch 2012 gehalten werden kann. „Derzeit gehen wir keineswegs von einer Investment-Eiszeit aus“, erklärte Helge Scheunemann, der das Research bei Jones Lang LaSalle in Deutschland leitet. Er sieht allerdings Finanzierungsengpässe auf die Branche zukommen, was die Verkäufe bremsen dürfte. Schon jetzt dauerten Ankäufe wieder „bedeutend“ länger, warnte er. Wegen der Schuldenkrise und strengerer Eigenkapitalanforderungen halten derzeit viele Banken ihr Geld zusammen und prüfen Immobiliendarlehen kritischer.

Immobilienfirmen

Und auch bei den Transaktionszahlen 2011 gibt es einen Wermutstropfen: Viele Verkäufe kamen nur deshalb zustande, weil die Objektbesitzer schlichtweg dazu gezwungen waren. So müssen mehrere eingefrorene Offene Immobilienfonds dringend Gebäude abstoßen, um Geld in die Kasse zu bekommen, allen voran die beiden Flaggschiffe CS Euroreal und SEB ImmoInvest. Nur wenn das gelingt, haben die Fonds eine Chance, wieder zu öffnen und zu überleben. Im neuen Jahr könnten nun die Banken mit Notverkäufen von Immobilien hinzukommen, wenn ihnen der Geduldsfaden mit überschuldeten Kreditnehmern reißt. Darauf hofft man zumindest bei CBRE, wie Experte Jan Linsin erläuterte, „vor allem ab der zweiten Jahreshälfte“.

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