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Immoblienfirma: Conwert macht dreistelligen Millionenverlust

Die geringen Renditen belasten die Geschäfte des Immobilienkonzerns Conwert. Das Unternehmen machte einen Verlust von 140 Millionen Euro. Daher will man sich künftig mehr auf das Management von Wohnungen konzentrieren.

Ein Mietshaus in Darmstadt. Wegen geringer Renditen verzeichnet der Immobilienkonzern Conwert hohe Millionen-Verluste. Quelle: dpa
Ein Mietshaus in Darmstadt. Wegen geringer Renditen verzeichnet der Immobilienkonzern Conwert hohe Millionen-Verluste. Quelle: dpa

WienDer österreichische Wohnimmobilienkonzern Conwert schreibt massive Verluste. Grund sind Abschreibungen wegen eines mauen Verkaufsgeschäfts und die schwache Wirtschaft in Osteuropa. Für das vergangene Jahr steht vor Steuern voraussichtlich ein Verlust von 140 Millionen Euro zu Buche, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Präsentation des Unternehmens hervorgeht. An der Börse gab die Conwert-Aktie daraufhin rund vier Prozent nach.

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Die außerordentlichen Abschreibungen belasten die Bilanz 2012 laut den Unterlagen mit bis zu 195 Millionen Euro. Grund dafür ist zum einen das stockende Verkaufsgeschäft. Viele Unternehmen der Branche hatten ihr Geld in der Vergangenheit mit dem Einkauf und späteren Verkauf von Immobilien gemacht. Wegen der derzeit niedrigen Renditen lohnt sich das aber nicht mehr. Daher wolle sich Conwert künftig auf das Management der Wohnungen konzentrieren. „Das Verkaufsergebnis wird in der Zukunft signifikant sinken.“

Immobilienunternehmen Weniger Mieterlöse, weniger Gewinn bei Conwert

Der Gewinn des österreichischen Immobilienunternehmens Conwert ist im ersten Quartal zurückgegangen. Die auf Wohnhäuser spezialisierte Firma verkaufte vor einem Jahr viele Immobilien – dadurch sanken die Mieteinnahmen.

Weil die Firmenwerte der Conwert aber vor allem auf den erwarteten Erträgen aus den Verkäufen bestünden, müsse die Firma durch den Strategieschwenk knapp 115 Millionen abschreiben. Dazu kämen weitere Wertminderungen – unter anderem durch die kriselnde Wirtschaft in Teilen Osteuropas, die den Wert der dortigen Objekte schmälert. Auf den Cash-Bestand des Unternehmens habe die Abschreibung keinen Einfluss, sagte ein Sprecher. Er lag zum Ende des dritten Quartals bei 176 Millionen Euro.

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42 Millionen Euro davon will Conwert für die geplante Übernahme der deutschen KWG Kommunale Wohnen ausgeben, mit der das Unternehmen einen ersten Schritt hin zum Immobilienmanager macht. Die Mieteinnahmen würden durch den Zukauf im laufenden Jahr um 30 Millionen Euro auf 215 bis 220 Millionen Euro steigen. 2013 erwartet Conwert Synergien von bis zu fünf Millionen Euro aus dem Zukauf. 2014 sollen diese auf rund zehn Millionen Euro ansteigen.

Immobilienfirmen

Die Wiener wollen 60 Prozent des Hamburger Unternehmens mit knapp 10.000 Wohnungen in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Niedersachsen und Thüringen vom Investor Karl Ehlerding kaufen. Alle Voraussetzungen für den Zukauf seien mittlerweile erfüllt, erklärte das Unternehmen. Der Abschluss der Transaktion sei in den kommenden Tagen geplant.

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