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Insolvenzanmeldung: Motorradausrüster Polo ist pleite

Der vor rund 30 Jahren gegründete Anbieter von Motorradzubehör hat Insolvenz angemeldet. Für die etwa 800 Mitarbeiter sei das Geld bis Ende Januar gesichert, so der eingesetzte Insolvenzverwalter.

Der Motorradausrüster Polo wurde vor 30 Jahren gegründet. Quelle: dpa
Der Motorradausrüster Polo wurde vor 30 Jahren gegründet. Quelle: dpa

DüsseldorfDer Anbieter für Motorradzubehör Polo mit seinen rund 800 Mitarbeitern ist pleite. Die in Jüchen ansässige Firma habe am Dienstag beim Amtsgericht Mönchengladbach Insolvenz angemeldet, bestätigte das Büro von Insolvenzverwalter Horst Piepenburg am Mittwoch in Düsseldorf. Piepenburg sei als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter sei bis Ende Januar gesichert. 

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„Jetzt machen wir eine Bestandsaufnahme“, kündigte Piepenburg an. Der Betrieb werde auf jeden Fall erst einmal fortgeführt. Erste vorläufige Ergebnisse seien erst innerhalb der nächsten zwei Wochen zu erwarten. 

Die vor rund 30 Jahren gegründete Firma zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern von Motorradbekleidung, -zubehör und -technik. Neben dem Online-Vertrieb verkauft Polo seine Artikel über ein Filialnetz an mehr als 95 Standorten in Deutschland und sechs in der Schweiz. Zeitweilig gehörte Polo - wie Wettbewerber Hein Gericke - zur börsennotierten Eurobike, die 2003 Insolvenz anmeldete.

Danach übernahm die US-Firma Fairchild beide Firmen. Fairchild musste allerdings 2009 Insolvenz nach amerikanischen Recht anmelden. Zuvor hatte Polo-Geschäftsführer und Firmengründer Klaus Esser 51 Prozent an Polo zurückgekauft.

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