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Internethändler: Weiteres Amazon-Logistikzentrum hat einen Betriebsrat

Nach einer ARD-Doku kam es zu heftiger Kritik an der Arbeitssituation beim Versandhändler Amazon. Nun wurde in der Nähe von Augsburg ein weiterer Betriebsrat gewählt. Die Arbeitsagenturen fordern weiterhin Veränderungen.

Vor allem Saisonarbeiter und Teilzeitkräfte arbeiten in den Logistikzentren von Amazon. Quelle: dpa
Vor allem Saisonarbeiter und Teilzeitkräfte arbeiten in den Logistikzentren von Amazon. Quelle: dpa

Augsburg/FrankfurtDie rund 2500 Beschäftigten im Amazon-Logistikzentrum Graben bei Augsburg haben erstmals einen Betriebsrat gewählt. Der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Thomas Gürlebeck sagte am Freitag: „Das war mehr als überfällig und ist ein großer Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen bei Amazon.“ Obwohl viele Beschäftigte den Druck ihrer Vorgesetzten fürchteten, sei eine Wahlbeteiligung von 60 Prozent erreicht worden. Die jüngsten Berichte über die Arbeitsbedingungen bei dem Internet-Versandhändler hätten der Wahl einen Schub gegeben. „Der Betriebsrat und wir werden Amazon beim Wort nehmen, um bei Verbesserungen der konkreten Arbeitssituation voran zu kommen“, sagte der Gewerkschafter.

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Versandhandel Amazon prüft Vorwürfe wegen Leiharbeit

Der Online-Händler will den Vorwürfen nachgehen.

Amazon beschäftigt nach eigenen Angaben in Deutschland etwa 7700 fest angestellte Mitarbeiter in sieben Logistikzentren. Betriebsräte gibt es laut Verdi in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben. Vorbereitet wird eine Wahl zur Zeit in Rheinberg. Noch keinen Betriebsrat gebe es in Werne, Pforzheim und Koblenz, sagte eine Verdi-Sprecherin.
Trotzdem zeigte sich der Chef der hessischen Arbeitsagenturen besorgt über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Versandhändler. Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, verlangte am Freitag von dem US-Unternehmen schnellstmögliche Aufklärung „derzeit nicht transparenter Sachverhalte“.

Amazon

In einer ARD-Fernsehreportage waren miserable Lebensbedingungen von Leiharbeitern am Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden. Die Menschen sollen von privaten Sicherheitsdiensten schikaniert worden sein. Die Vorwürfe stellten auch Aktivitäten infrage, im Ausland Arbeitnehmer anzuwerben und somit den Bedarf an Fachkräften für die deutsche Wirtschaft zu sichern, erklärte Martin in einer Mitteilung. „Die in der Fernsehdokumentation geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigen das Ansehen Deutschland zutiefst. Nicht erst seit der letzten OSZE-Studie wissen wir, dass Deutschland nicht zu den begehrten Einwandererländern gehört.“

  • 17.02.2013, 18:04 UhrSubbi

    Das was hier bei Amazon und schon in anderen Unternehmen aufgezeigt wurde ist nicht so neu. Nur hier wurde einmal tiefgründig recherchiert und der eine oder andere Politiker bekommt so langsam das Schlottern, weil das nicht einfach so vom Tisch gefegt werden kann. Übrigens geht man mit den ausländischen Subunternehmern in Deutschland auch nicht anders um. Viele Unternehmen wurden seit dem 1. Mai 2011 ruiniert, weil man mit Ihnen genauso unfair umgegangen ist. Rechnungen wurden bis zur Zahlungsunfähigkeit reklamiert bzw. gekürzt etc..
    Das kann sich Deutschland, bei dem bevorstehenden Fachkräftemangel nicht leisten. Viele ausländische Unternehmen haben bereits Deutschland den Rücken gekehrt.
    Der Zoll, die Bundesagentur für Arbeit und Kommunalpolitiker rennen statt dessen unkoordiniert durch Deutschland und die ganze Welt, statt sich mal um diese Belange zu kümmern.

  • 17.02.2013, 08:22 UhrTop-User

    Zitat:
    " Ich habe mein Amazon-Konto aufgelöst. Das Internet sowie der Einzelhandel bieten genügend Einkaufs-Alternativen."

    Sie glauben doch wohl nicht das Amazon es merkt wenn sich der eine oder andere dort aus Gewissensgründen abmeldet?
    Man schadet nur sich selbst. Stichwort: Günstige Preise, schnelle Lieferzeiten, Auswahl u.s.w.!

  • 16.02.2013, 15:55 UhrDer_Henker

    Wieder eine Drückerfirma in Deutschland die nach dem Grundsatz verfährt - heuern u. feuern .

    Was soll schon viel Positives von Amiland (USA)kommen .Und die Deutschen bestellen auch noch Waren "Made in China " die von Wanderarbeitern in China gefertigt werden.

    Wenn es so weitergeht ,gibt es nur noch Zeitarbeitsfirmen in DE . Dafür können sich die Arbeitnehmer bei Rot/Grün mit Basta Schröder bedanken .Angeblich sind die Sozis mit den Chaos-Grünen ja so sozial,aber das Gegenteil ist der Fall.

    Ich werde jedenfalls nach diesem spektakulärem ARD-Bericht keine Bestellungen mehr bei Amazon tätigen .

    Wo sind die vielen deutschen Arbeitsplätze in DE geblieben ,alle in China gelandet ,weil die Raffgier der Firmen ungehemmt ist .


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