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Bilfinger-Chef optimistisch für 2013

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Konzern von Eurokrise abgekoppelt

Baukonzerne

Der Mannheimer Konzern kann sich vom Auf und Ab der Konjunktur und von der Krise in der Euro-Zone gut abkoppeln. Mit Bau und Wartung von Kraftwerkskomponenten oder erneuerbaren Energieträgern arbeitet Bilfinger für eine Branche, die stärker von gesetzlichen Vorschriften wie Klimaschutzauflagen beeinflusst wird als von der Konjunktur. Im krisengeplagten Südeuropa ist Bilfinger außerdem nicht aktiv, sondern stärker in Norwegen oder nordeuropäischen EU-Staaten, die nicht der Euro-Zone angehören. In der deutschen Industrie herrscht Koch zufolge zwar große Unsicherheit, ob die Krise aus Südeuropa übergreifen kann. Doch in der Geschäftsentwicklung mache sich das nicht bemerkbar: "Wir reden bei der deutschen Industrieleistung darüber, ob sie noch so schnell steigen wird wie in der Vergangenheit, wir reden aber nicht über einen Rückgang."
Bilfinger bleibt auf Einkaufstour

Im Plan liegt Bilfinger nach den Worten Kochs auch mit seiner Wachstumsstrategie, die vor allem auf Unternehmenskäufe setzt. Im November 2011 hatte Bilfinger angekündigt, deutlich mehr als eine Milliarde Euro in Übernahmen zu investieren. Seither übernahmen die Mannheimer 22 Unternehmen zu einem Gesamtwert einschließlich Schulden von 700 Millionen Euro. Zugleich stockten sie ihre Übernahmekasse im Dezember um eine Anleihe über 500 Millionen Euro auf, sodass noch etwa 850 Millionen Euro für Zukäufe zur Verfügung stehen. Diese Summe werde in den kommenden beiden Jahren ausgegeben, sagte Koch.

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Baukonzern Konjunkturabkühlung belastet Bilfinger-Gewinn

Trotz kleinem Minus beim Nettogewinn ist das Jahresziel noch in Reichweite.

Bei den Übernahmezielen schaut sich Bilfinger vor allem im Mittelstand um. Ein Firmenwert von 350 Millionen Euro, wie im Fall des Berliner Anlagenbauers MCE, sei die Obergrenze. Ein "ganz großer Schlag" sei nicht zu erwarten, sagte Koch. Von den Regionen her liegt der Schwerpunkt neben Nordamerika in Asien. "Wir wollen vornehmlich in nicht-europäischen Wirtschaftsräumen wachsen", ergänzte er. Der bisherige Umsatzanteil Europas von 80 Prozent sei zu hoch. In Asien liege das Augenmerk vor allem auf Indien, wo Bilfinger schon mit dem Industriedienstleister Neo Structo und der niederländischen Ingenieurfirma Tebodin vertreten ist. Oftmals müsse Bilfinger nicht selbst auf die Suche gehen, sondern die Übernahmekandidaten klopften an: "Zu uns kommen potenzielle Verkäufer oder Unternehmen, die Interesse an einer Übernahme haben - wir sagen häufiger Nein als Ja."

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