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IT-Ausstellung: Niedergang der Cebit setzt sich fort

In vier Wochen öffnet die Cebit in Hannover ihre Tore. Obwohl die Zahl der Aussteller auch in diesem Jahr rückläufig ist, hat die größte IT-Ausstellung der Welt immer noch viele Anhänger, auch in der Krise. Einen eindeutigen Trend gibt es nicht: Unternehmen, die ihre Stände verkleinern, stehen Firmen gegenüber, die mehr Platz in Anspruch nehmen.

Der amerikanische IT-Konzern IBM ist in diesem Jahr gleich in drei Messehallen auf der Cebit vertreten. Foto: ap Quelle: ap
Der amerikanische IT-Konzern IBM ist in diesem Jahr gleich in drei Messehallen auf der Cebit vertreten. Foto: ap Quelle: ap

DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Die Hotelzimmer sind reserviert, die Flüge gebucht und die meisten Messestände fertig konzipiert: In vier Wochen beginnt in Hannover die Cebit. Schon bevor die größte IT-Ausstellung der Welt ihre Tore öffnet, steht fest, dass sie 2009 schrumpfen wird. Der Niedergang aus den Vorjahren setzt sich fort. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Viele Firmen haben an ihrem Auftritt in der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht gespart. Es sind sogar einige große Konzerne zurückgekehrt.

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"Die Cebit ist der größte Messeauftritt unseres Unternehmens weltweit", sagt Martin Jetter, Deutschland-Chef des amerikanischen IT-Konzerns IBM. Der Branchenriese ist dieses Jahr in gleich drei Hallen vertreten. Aus gutem Grund: 200 000 Besucher seien vergangenes Jahr auf den Messestand gekommen, so der Manager, das Engagement zahle sich deshalb aus.

IBM ist kein Einzelfall. Obwohl die Zahl der Aussteller seit Jahren sinkt, hat die Cebit immer noch viele Anhänger - auch in der Krise. "Für uns ist die Cebit nach wie vor die wichtigste Computermesse", heißt es etwa beim Nürnberger IT-Dienstleister Datev. Selbst Fujitsu Siemens Computers hat am werblichen Auftritt nicht gespart, obwohl (oder gerade weil?) es dem PC-Hersteller wirtschaftlich nicht gut geht und in einigen Wochen ein Eigentümerwechsel ansteht.

Nach Angaben der Messeleitung gibt es kein einheitliches Bild. Man habe Unternehmen, die ihre Stände verkleinerten. Dies sei in den meisten Fällen wohl auf die Reduzierung der Marketingbudgets zurückzuführen. Gleichzeitig hätten einige Firmen mehr Platz beantragt. "Von einem Trend können wir nicht sprechen", räumt ein Sprecher aber ein. Grundsätzlich geht die Messeleitung wegen der aktuellen Wirtschaftskrise aber von weniger Ausstellern auf der weltgrößten Computermesse aus. Dieser Trend ist nicht neu: Die Zahl der Aussteller hat sich seit 2006 von knapp 6 200 bis 2008 auf knapp 5 800 reduziert. Dieses Jahr werden es noch weniger sein. Gleichzeitig kehren auch Firmen zur Cebit zurück, etwa der PC-Produzent Dell, der Netzausrüster Nokia Siemens Networks, die Softwarefirma Intershop oder der japanische Hitachi-Konzern.

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