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14.02.2008 
Erste Details

Justiz wirft Zumwinkel Millionen-Betrug vor

Erste Details zum Fall Zumwinkel: Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Chef der Deutschen Post nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Höhe von einer Million Euro. Zumwinkel ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Doch nicht nur ihn haben die Fahnder im Visier.

Lupe

ke/HB BOCHUM/KÖLN. Dem Post-Chef Klaus Zumwinkel wird von der Staatsanwaltschaft Steuerhinterziehung von rund einer Million Euro vorgeworfen. Die Ermittlungen richteten sich gegen mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit Geldanlagen in Liechtenstein, teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit. Sie ist sich ihrer Sache sicher. "Für einen Haftbefehl benötigt man einen dringenden Tatverdacht", sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Hans-Ulrich Krück dem Handelsblatt. In Ermittlerkreisen heißt es, außer Zumwinkel selbst sollen auch "Familienangehörige" in den Fall verwickelt sein. Von der Ehefrau von Zumwinkel ist die Rede.

Bei Zumwinkel, dessen Privat- und Büroräume am Morgen durchsucht wurden, gehe es um einen Betrag von einer Million Euro, sagte ein Sprecher der Behörde. Ein Haftbefehl gegen Zumwinkel sei nicht vollstreckt worden, weil der Manager sich kooperativ gezeigt habe und zudem eine Sicherheitsleistung "in nicht unerheblicher Höhe" angeboten habe.


Bildergalerie Bild für Bild: Wo Zumwinkel überall die Strippen zieht


Die Fahnder waren gegen 7 Uhr mit unauffälligen Zivilfahrzeugen vor Zumwinkels Villa vorgefahren. Gut fünf Stunden später sperrten uniformierte Polizei die Straße vor dem Haus ab, anschließend verließ Zumwinkel das Haus und stieg in ein ziviles Polizeifahrzeug. Kurz darauf verließen auch die Fahnder den Ort. Zu den durchsuchten Orten gehörte nach Angaben einer Post-Sprecherin auch das Büro des Managers in der Konzernzentrale.

Der größte Einzelaktionär der Post, der Bund, reagierte zunächst zurückhaltend. "Das haben wir nicht zu kommentieren", sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Das sei eine Sache der Staatsanwaltschaft.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zumwinkel hatte nicht immer eine glücklich Hand bei seinen privaten Finanzgeschäften

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