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Kaffeehauskette: Europa wird für Starbucks zum Problem

Ist es Sparsamkeit wegen der Schuldenkrise oder haben die Europäer den Durst auf Starbucks-Kaffee verloren? Zumindest entwickelt sich die Region für die US-Kette immer mehr zum Problem, wie die aktuellen Zahlen belegen.

Eine Starbucks-Filiale in Frankfurt. Quelle: Reuters
Eine Starbucks-Filiale in Frankfurt. Quelle: Reuters

SeattleDie Europäer verspüren weniger Lust auf einen Café Latte oder Caramel Macchiato von Starbucks. Im vergangenen vierten Geschäftsquartal (Juli bis September) schrumpften die Verkäufe in den etablierten Filialen der US-Kaffeehauskette in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um 1 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es kam ein Verlust heraus.

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Café-Kette Warum wir Kaffee bei Starbucks trinken – oder nicht

Der Druck auf Starbucks wächst - zumindest in Europa. Angesichts der Preise ist die Frage schon berechtigt, warum sich der Weg zur US-Kette lohnt. Handelsblatt Online hat einen kritischen Selbsttest gemacht.

Café-Kette: Warum wir Kaffee bei Starbucks trinken – oder nicht

Im Rest der Welt konnte Starbucks dagegen kräftig zulegen. So stieg der Umsatz konzernweit um 11 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar (2,6 Mrd Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stagnierte unter anderem wegen einer höheren Steuerlast bei 359 Millionen Dollar. Die Anleger waren zufrieden: Nachbörslich legte das Papier um 7 Prozent zu.

Welcher Kaffeetyp sind Sie?

  • Ländervergleich

    6,4 Kilogramm Kaffee hat jeder Deutsche im Jahr 2010 verbraucht. Insgesamt gingen also 526.860 Tonnen Kaffeebohnen beziehungsweise gemahlener Kaffee über deutsche Ladentheken. Damit schaffen es deutsche Kaffeetrinker im internationalen Vergleich auf Platz drei hinter Brasilien und den USA. Grund genug für die Redaktion von brandeins Wissen, das Magazin "Kaffee in Zahlen" herauszugeben. Demnach gibt es verschiedene Kaffeetypen, wie beispielsweise den...

  • Puristen

    Der Purist legt wenig wert auf die Kaffeemaschine an sich - oft hat er nicht einmal ein elektrisches Gerät sondern brüht per Hand. Er ist etwas älter und trinkt seinen Kaffee gern schwarz. Einmal am Tag Kaffee genügt dem Puristen. Er trinkt ihn meist morgens oder im Lauf des Vormittags. 16 Prozent der Deutschen gehören zu dieser Kategorie.

  • Pragmatiker

    Der Pragmatiker

    17 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland gehören zu den Pragmatikern: Ihnen hilft Kaffee vor allem dabei, morgens schnell wach zu werden. Abends trinken sie daher kaum Kaffee. Die Pragmatiker werden als mittelalt und eher weniger zufrieden mit ihrer Lebenssituation beschrieben.

  • Zucker und Milch

    33 Prozent der Pragmatiker trinken ihren Kaffee am liebsten mit Zucker und Milch, nur 27 Prozent bestehen auf schwarzem Kaffee. Bei 24 Prozent kommt der aus dem Espresso-Vollautomaten. Wer so ein modernes Gerät hat, nutzt es zwar entsprechend häufig, spät abends greifen nur noch 28 Prozent der Pragmatiker zur Kaffeetasse.

  • Die Anspruchsvollen

    Die Anspruchsvollen

    Für 19 Prozent der Kaffeetrinker in Deutschland ist Kaffee ein Genussmittel und dementsprechend viel erwarten sie von der Qualität. Die Anspruchsvollen greifen zu jeder Uhrzeit zum schwarzen Wachmacher, etwas mehr als ein Drittel trinkt ihn gern weiß und süß. Spätabends greifen immer noch 50 Prozent der Anspruchsvollen zu Kaffee und 14 Prozent haben zuhause vier oder mehr verschiedene Versionen.

  • Vollautomaten

    Die Anspruchsvollen sind auch die Gruppe, in der die meisten Menschen einen Kaffee-Vollautomaten besitzen. 24 Prozent haben ein solches Gerät statt herkömmlicher Kaffee- oder Padmaschinen. 86 Prozent gaben an, ihren Kaffeewunderautomaten regelmäßig zu benutzen.

  • Schlemmer

    Schlemmer

    17 Prozent der Kaffeetrinker mögen es weiß und süß, sie bevorzugen die Milchschaumvarianten wie Latte macchiato und Cappuccino gegenüber klassischem Filterkaffee. Diese sogenannten Schlemmer sind in der Regel junge Frauen. Viele von ihnen haben zuhause eine Pad- oder Kapselkaffeemaschine. 46 Prozent von ihnen schlürfen auch spät abends noch gern einen Milchkaffee.

  • Variationen

    Kaffeevariationen mögen übrigens alle Gruppen gerne: Sowohl Cappuccino und Latte macchiato als auch Eiskaffees und süße Milchkaffees sind überall beliebt. Außer bei der Gruppe der Puristen und der Klassiker trinkt mehr als ein Drittel der unterschiedlichen Kaffeetypen gerne süß und mit Milch.

  • Klassiker

    Klassiker

    19 Prozent der Konsumenten gehören zu den Klassikern. Das heißt, sie wollen gute, qualitativ hochwertige Kaffeemaschinen und Kaffees. Variationen mit Macadamia-Aroma und Sojamilchschaum sind dagegen nichts für sie. Zu dieser Gruppe gehören viele ältere Menschen, die eher in kleineren Ortschaften als in den Metropolen leben. Kaffee trinken sie zu jeder Tageszeit, bevorzugt Filterkaffee.

  • Die Genügsamen

    Die Genügsamen

    Rund 12 Prozent der Kaffeetrinker zählen zur Gruppe der Genügsamen. Sie achten mehr auf den Preis als auf die Qualität, sie trinken aber auch deutlich weniger als die anderen Gruppen. Außer Haus trinken sie eher selten Kaffee. Zu den Genügsamen gehören überwiegend junge Männer.

In Deutschland will das Unternehmen mit Filialen in Bahnhöfen die Kunden anlocken. Bislang ist Starbucks hierzulande vor allem in Einkaufsstraßen vertreten. Anders als im Heimatland USA trifft Starbucks in Deutschland aber auf eine starke Konkurrenz von klassischen Cafés und Bäckereien.

Wie die Welt ihren Kaffee trinkt

Starbucks hatte erst jüngst seine erste Filiale in Indien aufgemacht, weitere Läden sollen in dem Riesenland folgen. In China hat Starbucks seinen 700. Laden eröffnet. Weltweit ist geplant, im gerade angebrochenen Geschäftsjahr rund 1300 Filialen neu aufzumachen. Der Umsatz soll dadurch um 10 bis 13 Prozent steigen, der Gewinn soll noch stärker zulegen. Weltweit hatte Starbucks zuletzt fast 18 100 Läden.

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  • 02.11.2012, 13:41 UhrRumpelstilzchenA

    45 nette Beiträge über den Kaffee bei Starbucks. Nun, da habe ich Durst bekommen und mir gleich mal eine Tasse Kaffee aufgebrüht – Wienerverführung.

    4 Euro für einen Kaffee beim Ami? Das sind 8 DM! Im Ergebnis: Der Euro ist nichts mehr wert.

  • 02.11.2012, 13:08 UhrMilvus

    Naja, ich glaube, nun erleiden Sie eine Fehleinschätzung. Ich schreibe nur für mich.

    Eine Analyse der Kommentare erlaubt mir folgendes Urteil: Die Deutschen legen keinen Wert auf Süpitzenqualität beim Kaffee und möchten auch den dafür teureren Preis nicht zahlen. Dies ist in Ordnung. Es möchte auch nicht jeder 10 EUR für eine Flasche Wein ausgeben. Dennoch würde niemand einen Preis von 10 EUR oder noch mehr für Wein in Frage stellen.

    Wir Deutschen, die selbst hohe Qualität erzeugen, haben den Sinn für Qualität in anderen Produkten offenbar verloren. Ich jedenfalls habe Qualität dieser Kategorie nur bei Kleinröstern gefunden, die jedoch auch nicht ganz dahin reicht. In Italien sieht es freillich anders aus.

    Es ist ja bekannt, dass Deutsche nicht gerne viel Geld für Speis und Trank ausgeben. Das ist nicht zu bemängeln, es ist enine Ansichtssache. Aber ich bleibe dabei, höhere Preise bei besserer Qualität sind gerechtfertigt.

    Und ich kann mir nicht vortellen, dass eine KEtte wie Starbucks es nötig hat, in diesem Forum WErbung zu veranstalten. Das läuft sicher auf anderen Ebenen ab. bitte reflektieren Sie selbst.

  • 02.11.2012, 12:40 Uhrgroundedpilot

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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