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Karstadt-Bieterrennen: Etappensieg für Nicolas Berggruen

Der Milliardär Nicolas Berggruen hat einen Etappensieg bei der Übernahme von Karstadt erzielt. Nach Angaben beider Seiten vom Donnerstag einigte er sich mit der Valovis Bank in allen offenen Fragen, die den 850 Millionen Euro schweren Kredit der kleinen Essener Bank an das Vermieter-Konsortium Highstreet betreffen.

Berggruen und die Valovis Bank haben sich geeinigt. Quelle: dpa
Berggruen und die Valovis Bank haben sich geeinigt. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Valovis hatte um die Sicherheiten für den Kredit gefürchtet, wenn Berggruen die Warenhauskette übernimmt. Unter anderem hat der Deutsch-Amerikaner ein Vorkaufsrecht für das 2014 auslaufende Darlehen erhalten, wegen dessen Risiken Valovis ins Visier der Bankenaufsicht geraten war.

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Berggruen muss sich bis zum kommenden Donnerstag auch mit dem Immobilien-Konsortium Highstreet und dessen übrigen Gläubigern einigen, um den endgültigen Zuschlag für die insolvente Warenhauskette mit 120 Häusern zu erhalten.

Zuvor hatte Berggruen die Deutsche Bank scharf kritisiert. "Ich kann nicht überblicken, welche kommerziellen Interessen Borletti und die Deutsche Bank verfolgen. Ich kann nur sagen, die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt", sagte der Investor der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"). Deutschlands größte Bank wies die Kritik "in aller Schärfe" zurück.

Berggruen kritisierte die Art und Weise, wie die Frankfurter Großbank den lange nach Abschluss des eigentlichen Bieterprozesses als Interessent aufgetretenen italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti unterstützt. Er könne das nicht verstehen. "Denn wir hatten ja zunächst die Unterstützung der Deutschen Bank. Glauben Sie mir, die hinterlassen auf unserer Seite extrem verblüffte Vertragspartner."

Die Deutsche Bank ihrerseits zeigte sich "sehr verwundert über die Vorwürfe von Herrn Berggruen" und erklärte: "Herr Berggruen spielt hier mit der Angst der Karstadt-Mitarbeiter um die Zukunft des Unternehmens und versucht, politischen Druck auf die Deutsche Bank auszuüben, um seine geschäftlichen Ziele zu erreichen. Dieser Weg führt definitiv nicht zum Ziel."

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