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Karstadt: Borletti verschärft Übernahmekampf auf den letzten Metern

exklusiv Der Bieterkampf um Karstadt geht in die entscheidende Phase. Italiens Shopping-Mogul Maurizio Borletti startet eine neue Offerte. Zuvor war bekannt geworden, dass Kontrahent Nicolas Berggruen mit der Valovis Bank die Finanzierung geklärt hatte. Im Wettlauf der Retter bleiben nur noch wenige Tage.

Gegner: Die neue Offerte von Maurizio Borletti dürfte dem Beiter Nicolas Berggruen nicht schmecken. Quelle: dpa
Gegner: Die neue Offerte von Maurizio Borletti dürfte dem Beiter Nicolas Berggruen nicht schmecken. Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Im Ringen um den insolventen Warenhauskonzern Karstadt gibt der Mailänder Unternehmer Maurizio Borletti immer noch nicht auf. „Wir werden dem Insolvenzverwalter heute Abend ein verbessertes Kaufangebot zusenden“, sagte er dem Handelsblatt.

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Mit der neuen Offerte durchkreuzt Borletti erneut die Pläne des Kaufinteressenten Nicolas Berggruen. Der hatte bereits Anfang Juni einen Kaufvertrag für Karstadt unterschrieben, die endgültige Annahme aber von Nachverhandlungen mit den Vermietern abhängig gemacht. Eine Einigung, die bis zum 2. September erreicht werden muss, scheint jedoch in weiter Ferne. Kommt sie nicht zustande, droht Karstadt die Zerschlagung.

Gegenüber dem Handelsblatt stellte Borletti klar, dass bei seiner Offerte keine Verzögerungen durch das Brüsseler Kartellamt zu befürchten seien. Die EU-Behörde müsse sich erst ab einer Umsatzgröße von fünf Mrd. Euro mit solchen Fällen beschäftigen. Dies sei bei Karstadt aber nicht der Fall.

Außerdem habe man so viele aufschiebende Bedingungen wie einseitig möglich aus dem Weg geräumt und eine Einigung mit dem Vermieter Highstreet erzielt – was das Konsortium bestätigt. „Unser Kaufangebot kann in wenigen Tagen abschließend unterzeichnet werden“, sagte Borletti. „Schon am 30. September könnte Karstadt damit aus der Insolvenz entlassen werden.“

Zuvor sah es aus, als wenn der Milliardär Nicolas Berggruen einen Etappensieg bei der Übernahme von Karstadt erzielt hätte. Nach Angaben beider Seiten vom Donnerstag einigte er sich mit der Valovis Bank in allen offenen Fragen, die den 850 Millionen Euro schweren Kredit der kleinen Essener Bank an das Vermieter-Konsortium Highstreet betreffen.

  • 27.08.2010, 11:49 UhrAnonymer Benutzer: Büro2010

    bei all diesem Feilschen, wer wem zuspricht, wem welche Anteile gehören und was dann am Ende sein wird, bleiben leider die Menschen die bei Karstadt arbeiten völlig unbeachtet. Hat schon mal einer gefragt, wie es ihnen geht, in welchem sozialen Desaster sie leben und arbeiten? Es ist nicht selten, dass Freunde und bekannte sich zurückziehen und nicht mehr über die Arbeit reden, weil sie Angst vor der Antwort haben. Nette Nachbarn grüssen nicht mehr, weil sie die Antwort auf die Frage "na wie gehts?" nicht hören wollen und lieber die Augen verschließen, denn sie arbeiten ja nicht bei Karstadt. Als es darum ging den Staat um Hilfe zu bitten waren die beschäftigten gut genug um in die Öffentlichkeit zu gehen, aber jetzt werden sie nicht beachtet. Frei nach dem Motto: was kümmert mich das Leid der anderen!

  • 26.08.2010, 22:03 UhrAnonymer Benutzer: VIP

    Karstadt is a tired useless name, describing the exact middle of the road department store that is dying. They've been replaced by specialists in almost any major retail section, providing trained staff in their specific area. There is no future for Karstadt in its present form or under current retail conditions. Whoever buys it should be aware that they are buying strictly physical facilities with zero good will attached. it needs a complete re branding.

  • 26.08.2010, 21:34 UhrAnonymer Benutzer: zu k.h.a.

    k.h.a., daß Sie ein profundierter Kenner der Materie sein müssen, das zeigt sich schon an ihrer falschen Schreibweise des investors. Mein Tipp: bleiben Sie besser ein Teil der "zusehenden Öffentlichkeit". Rufmord betreiben, das können Andere besser.

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