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Kein Kahlschlag: US-Post lässt Kleinstädten ihre Postämter

Die geplante riesige Schließungswelle des US Postal Service ist vorerst abgeblasen. Das Staatsunternehmen wollte Tausende Filialen in den ländlichen Orten dicht machen. Chef Donahoe dringt aber weiter auf Einsparungen.

Leere Briefkästen in einer Kleinstadt in den USA. Quelle: ap
Leere Briefkästen in einer Kleinstadt in den USA. Quelle: ap

WashingtonAmerikas Kleinstädte behalten ihre Postämter. Der US Postal Service hat seinen Plan verworfen, aus Spargründen Tausende Filialen dicht zu machen. „Unsere Kunden in den ländlichen Gebieten Amerikas haben laut und klar gesagt, dass sie ihr Postamt behalten möchten“, erklärte Postchef Patrick Donahoe am Mittwoch in Washington.

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Die Pläne zum Kahlschlag hatten im vergangenen Jahr für einen Aufschrei gesorgt und eine politische Debatte um die Zukunft der US-Post angefacht. Das Staatsunternehmen ist seit langem defizitär. Die Amerikaner schreiben immer weniger Briefe, und bei den Paketen machen die Privatunternehmen UPS oder FedEx dem unbeweglichen Dinosaurier das Leben schwer.

Patrick Donahoe, Chef der US-Post. Quelle: dapd
Patrick Donahoe, Chef der US-Post. Quelle: dapd

Angesichts der Geldprobleme dringt Postchef Donahoe weiterhin auf Einsparungen. Darum sollen die Öffnungszeiten in vielen kleineren Postämtern eingeschränkt werden. Manche Orte müssen sich künftig ein Postamt teilen. Überdies sollen ähnlich wie in Deutschland Poststellen in Geschäften eröffnet werden und Privatfirmen bei der Auslieferung einspringen.

In den vergangenen Jahren hatte die US-Post bereits Zehntausende Stellen gestrichen. Der neue Plan muss aber noch von der Politik abgesegnet werden. Donahoe hatte wiederholt gewarnt, dass dem US Postal Service ohne milliardenschwere Entlastungen die baldige Pleite droht.

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