
HB. Betroffen seien Lieferanten der Konzerntöchter Karstadt, Quelle und Peter Hahn, berichtet das Fachblatt „Textilwirtschaft“. Da Euler Hermes bereits vor den Insolvenzen von Wehmeyer, Hertie und Sinn-Leffers zu einer solchen Maßnahme gegriffen hatte, zeigten sich Analysten am Freitag besorgt. Einzelhandelsexperten von Unicredit sprachen von einem „deutlichen Warnsignal“, zumal derzeit der Einkauf für das Weihnachtsgeschäft laufe. Arcandor selbst nennt das Verhalten von Hermes eine „Überreaktion“. Wie es im Umfeld der beteiligten Unternehmen heißt, wurde die Hermes-Entscheidung durch die derzeitigen Gespräche über die Umfinanzierung der Arcandor-Kredite ausgelöst. Falls es am Dienstag zu einer Einigung mit dem Konsortium um Dresdner, Commerzbank und BayernLB komme, könnte das Limit zurückgenommen werden. Arcandor ist netto mit 1,5 Mrd. Euro verschuldet.