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Keine Verkaufspläne: Investor Berggruen legt Bekenntnis zu Karstadt ab

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen will langfristig an den Premium- und Sporthäusern des Warenhauskonzerns fest. Und den Traum einer gemeinsamen Deutschen Warenhaus AG aus Karstadt und Kaufhof hegt er noch.

Denkt nicht an einen Verkauf der Warenhauskette Karstadt: Investor Nicolas Berggruen. Quelle: dapd
Denkt nicht an einen Verkauf der Warenhauskette Karstadt: Investor Nicolas Berggruen. Quelle: dapd

FrankfurtKarstadt-Eigner Nicolas Berggruen hält an den Premium- und Sporthäusern des Warenhauskonzerns fest. Es gebe dafür keine Verkaufspläne, sagte Berggruen den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Montagausgaben). Berggruen hatte den Traditionskonzern nach der Übernahme in die drei Bereiche Warenhäuser, Sport und Premium aufgespalten. Im Arbeitnehmerlager waren Befürchtungen laut geworden, dies könne eine Vorstufe zum Verkauf einzelner Sparten sein.

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Mit Blick auf den geplanten Abbau von 2000 Stellen bis Ende 2014 sagte Berggruen, die Karstadt-Mitarbeiter stünden hinter dem Kurs des Managements, den Warenhauskonzern grundlegend zu sanieren und neu auszurichten. "Dass Karstadt dafür nun endlich, nach so vielen Jahren des Missmanagements, auch wettbewerbsfähige Strukturen braucht, kann, glaube ich, jeder nachvollziehen. Denn alle Mitarbeiter wissen eines noch ganz genau: 2010 war Karstadt mausetot."

Bis 2015 werde rund eine Milliarde Euro in die Modernisierung des Warenhauskonzerns geflossen sein, versprach Berggruen. Spekulationen über eine Ablösung von Karstadt-Chef Andrew Jennings bezeichnete er als "völlig falsch, ein bösartiges Gerücht". Er stehe uneingeschränkt hinter Jennings und dessen Strategie. Karstadt mache ihm "sehr große Freude", betonte Berggruen.

Den Traum von einer gemeinsamen Deutschen Warenhaus AG aus Karstadt und dem Konkurrenten Kaufhof hat Berggruen noch nicht aufgegeben. "Das wäre eine Option, die sehr viel Sinn machen würde. Aber dazu gehören immer zwei, und derzeit gibt es leider keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die aktuelle Situation ändern könnte", sagte er.

  • 08.10.2012, 07:20 UhrMBoudik

    Gute Analyse. Sport und Premium scheinen gesetzt.

    Die Warenhäuser, also das "klassische Geschäft" und ein Großteil der Mitarbeiter ?

    Berggruen hat sicher mit Karstadt einen guten Deal gelandet. Wie viel Eigenkapital hat er denn da eingebracht? Man hört, dass war ohnehin nicht viel und es wurde auch schon manches Gld wieder abgezogen....

    Warten wir mal den Januar/Februar 2013 ab.

    Die Frage ist, von wem die Milliarde für die Modernisierung kommt.

    Wie er das mit den Warenhäusern 2013 nächstes Jahr schafft, bleibt abzuwarten. Vielleicht ja Berggruens Meisterstück.....

  • 08.10.2012, 06:47 UhrHafenluemmel

    Man muss es nur richtig lesen: Sport und Premium bleiben also, der dritte Bereich geht. Tja...

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