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Konkurrenz für McCafé: Auf einen Starbucks-Kaffee zu Burger King

Viele haben über McDonalds geschmunzelt, als die Burger-Brater ihre McCafés eröffnet haben. Doch das Projekt wurde zum Riesenerfolg. Plötzlich wurde der gelb-rote Gigant auch für Starbucks zum Konkurrenten. Nun schlägt die Kaffeekette zurück und tut sich dafür mit dem anderen großen Rivalen von McDonalds zusammen: Burger King.

Burger King setzt jetzt auch auf leckeren Kaffee. Quelle: ap
Burger King setzt jetzt auch auf leckeren Kaffee. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Es ist wie auf dem Schulhof: Lange Zeit war eines der Kids nicht cool genug, die Mode hat es erst viel zu spät erkannt, und das Image hat gelitten. Burger King hechtet jetzt dem Erzrivalen McDonalds hinterher. Den Trend vom fettigen Burger in der Pappschachtel zum Lifestyle-Produkt Kaffee hat McDonalds schon viel früher erkannt.

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2003 eröffnete die Fastfood-Kette das erste „McCafe“ in Deutschland, weltweit hielt das erste Kaffeeangebot aber schon 1993 Einzug in die McDonalds-Filialen. In den USA zieht Burger King jetzt nach. Ab September werden in 7250 US-Filialen die Spezialitäten der Starbucks-Tochter „Seattle's Best Coffee“ ausgeschenkt. Kaffee gibt es dort auch jetzt schon, aber neben den Coffee Lounges von McDonalds sieht Burger Kings Kaffee „BK Joe“ doch ziemlich alt aus.

Seit vergangenem Herbst probiert Burger King auch in Deutschland ein Coffeeshop-Konzept aus. Das Münchner Unternehmen „San Francisco Coffee Company“ (SFCC) bietet als Franchisenehmer seine Getränke in den Fast-Food-Restaurants feil.

Als Burger King auf die Kaffee-Kette zuging, war das Unternehmen mit 22 Filialen und neun Mio. Euro Umsatz noch recht klein. Die „Coffee Places“ sollen allerdings nur in den Filialen den Betrieb aufnehmen, die ohnehin umgebaut werden. Niedrige Preise sind bei Burger King aber nach wie vor Pflicht, und so verkauft die SFCC ihren Kaffee für durchschnittlich 10 Prozent weniger, als in den eigenständigen Filialen.

Auch in den USA soll „Seattle’s Best Coffee“ erschwinglicher sein, als die Produkte des Mutterunternehmens Starbucks. Zwischen einem und 2,79 Dollar soll der Kaffee bei Burger King kosten, von Starbucks sind Käufer Preise von drei Dollar und mehr gewohnt.

Bisher lag Starbucks mit Getränken immer besser als mit Essen. Anfangs gab es vor allem in den USA Entrüstung über genmodifizierte Zutaten in den Bäckereiprodukten, aber auch über Milch mit Wachstumshormonn, die in Deutschland nicht einmal zulässig sind. Mittlerweile setzt Starbucks auf bessere Zutaten.

Eine Aufholjagd wird das neue Geschäftsmodell nicht, denn dazu ist Burger King zu weit entfernt vom größten Konkurrenten McDonalds. Der macht im Jahr 22 Mrd. Dollar Umsatz, Burger King nur ein Zehntel davon.

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