
HB SEOUL. Somalische Piraten haben am Samstag einen vor sieben Monaten gekaperten südkoreanischen Supertanker angeblich gegen eine Rekord-Lösegeldzahlung freigegeben. Das Außenministerium in Seoul teilte am Sonntag mit, die „Samho Dream“ habe die Gewässer Somalias in Richtung eines Drittlandes verlassen.
Berichte über eine Lösegeldzahlung in Millionenhöhe bestätigten die Behörden aber nicht. Der südkoreanische Fernsehsender SBS berichtete, mehr als neun Millionen Dollar (mehr als 6,4 Millionen Euro) Lösegeld sollen gezahlt worden sein - so viel wie noch nie an somalische Piraten. Details wurden nicht genannt.
Piraten hatten den 300 000-Tonnen-Supertanker mit 5 Südkoreanern und 19 Philippinern an Bord am 4. April vor der ostafrikanischen Küste in ihre Gewalt gebracht. Der unter der Flagge der Marshall Inseln fahrende Tanker hatte damals Öl im Wert von 170 Millionen Dollar geladen.
Ende September hatte die nicht-staatlich Organisation Ecoterra berichtet, dass sich mindestens zwei Dutzend Schiffe und mehr als 430 Seeleute in Piratenhand befänden. Während internationale Kriegsschiffe im besonders gefährdeten Golf von Aden patrouillieren, haben die Seeräuber ihre Angriffe zunehmend auf den Indischen Ozean verlagert.
Wenn da nicht bald was passiert ufert die Sache aus.
Zumal ja die Stützpunkte an Land bekannt und wohl auch aufgeklärt sind. Wo ein Wille, da ein Weg.
War die althergebrachte Lösung: Piratenschiffe versenken u. Ueberlebende aufzuhängen nicht wesentlich effizienter um Piratennester auszubluten?
Derlei Ueberfaelle gefährden den Welthandel mit der Erhöhung der Frachtraten durch grösseren Sicherheitsaufwand. Es ist an der Zeit ein Exempel zu statuieren um damit durch höheres Risiko für die Piraten einen hohen "Verdienst" mehr zu rechtfertigen. Derzeit ist deren Risiko zu gering um abschreckend zu wirken.
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