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Kreditlinien: Thomas Cook ringt mit Banken um mehr Geld

Im Oktober haben sich Geschäft und Finanzlage des Reiseveranstalters verschlechtert, jetzt steht eine umsatzschwache Wintersaison bevor. Thomas Cook braucht Geld und fürchtet, Kreditauflagen nicht mehr erfüllen zu können

Die Verwaltung des Reiseveranstalters Thomas Cook in Oberursel bei Frankfurt. Quelle: AP
Die Verwaltung des Reiseveranstalters Thomas Cook in Oberursel bei Frankfurt. Quelle: AP

LondonThomas Cook braucht von seinen Gläubigerbanken offenbar mehr Geld. Der angeschlagene britisch-deutsche Reiseveranstalter räumte am Dienstag ein, dass sich sowohl das Geschäft als auch die finanzielle Lage im Oktober verschlechtert haben. Deshalb habe der Konzern mit Blick auf die bevorstehende umsatzschwache Wintersaison Verhandlungen mit den wichtigsten Banken über seine Kreditlinien aufgenommen. Zugleich bittet Thomas Cook die Banken um weitere Nachverhandlungen über die erst vor einem Monat neu ausgehandelten Kredite, um seine „Widerstandsfähigkeit“ zu verbessern, wenn sich das Umfeld weiter verschlechtert.

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Der Konzern befürchtet offenbar, dann die Kreditauflagen nicht mehr erfüllen zu können, Noch verstößt Thomas Cook eigenen Angaben zufolge aber noch nicht gegen die sogenannten Covenants. Darunter versteht man Bedingungen - wie ein bestimmtes operatives Gewinnniveau -, die der Schuldner erreichen muss. Wenn nicht, haben die Banken das Recht, den Kredit sofort zu kündigen.

Die Thomas-Cook-Aktie brach zum Handelsstart um 52 Prozent ein. Das Unternehmen, das eine Serie von Gewinnwarnungen hinter sich hat, blies die für Donnerstag geplante Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2010/11 (per Ende September) ab. Die Bilanz soll erst nach Abschluss der Verhandlungen mit den Banken vorgelegt werden. Thomas Cook gehe jedoch davon aus, dass der operative Gewinn im Rahmen der früheren Geschäftsprognosen liegen werde.

Thomas Cook ist in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Air Marin, Bucher und Öger Tours vertreten. Europas zweitgrößter Reisekonzern und TUI-Travel -Konkurrent hatte zuletzt mehrmals seine Prognosen senken müssen und dafür die Unruhen in Nordafrika und die schwierige Wirtschaftslage in Großbritannien verantwortlich gemacht.

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