
DüsseldorfWenn zwei sich streiten, freut sich meistens am Ende der Dritte. Dabei ist es eigentlich gar kein wirklicher Streit, um den es hier bei der Deutschen Post und dem E-Commerce-Riesen Amazon geht. Zumindest noch nicht. Der Dritte ist – um das vorweg zu nehmen – das kleine österreichische Familienunternehmen Keba. Seit Jahren rüstet die Firma die Post-Tochter DHL mit Packstationen aus; rund 2.500 sind es inzwischen im gesamten Bundesgebiet. Nun kann Keba auf weitere lukrative Aufträge hoffen – diesmal aber nicht von der Post, sondern vom weltgrößten Online-Händler Amazon.
Weil der US-Händler unzufrieden mit der Postzustellung von Paketen ist, testet er seit geraumer Zeit einen eigenen Vertriebsweg: Paketstationen zum Selbst-Abholen. Wie das „Wall Street Journal“ schreibt, soll so auch sichergestellt werden, dass keine Warenlieferungen mehr durch Diebstahl verloren gehen.
Best Buy (USA)
Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.
Walgreens (USA)
Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.
Home Depot (USA)
Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.
Costco Wholesale (USA)
Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.
Kroger
Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.
Metro (Deutschland)
Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.
Tesco (Großbritannien)
Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke
CVS Caremark (USA)
In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.
Carrefour (Frankreich)
Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.
Walmart (USA)
Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.
In Amerika wurden die sogenannten „Amazon Delivery Lockers“ in populären Läden der Supermarktkette 7-Eleven aufgestellt, die 24 Stunden lang geöffnet sind. Außerdem kooperiert Amazon mit der Drogeriekette Rite-Aid und der Metzgereikette Gristedes. Auch in London stehen inzwischen die Geräte an öffentlichen Plätzen und in Einkaufszentren – und es kommen ständig neue dazu.
Im Jahr 2011 machte der elektronische Handel 14 Prozent am Gesamtumsatz der Unternehmen in der Europäischen Union aus. Das zeigen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat. In Deutschland sind die Firmen mit einem Anteil von 17 Prozent überdurchschnittlich online-affin. Die Tschechische Republik liegt mit 25 Prozent an der Spitze.
Laut Studienergebnissen des IT-Verbands Bitkom kaufen bereits neun von zehn Internetnutzern Waren und Dienstleistungen im Internet ein. Demnach haben knapp 40 Prozent der User bereits Eintrittskarten für Theater, Konzerte oder Ähnliches online gekauft. Knapp darunter landet der Kauf von Flügen (38,2 %), gefolgt von Musik (36,6 %), Büchern (32,3 %) und Übernachtungen, z.B. im Hotel (30,4 %).
Mehr als fünf Millionen Bundesbürger buchen Reisen und Hotels grundsätzlich über die Websites der Anbieter, so Ergebnisse einer Bitkom-Erhebung. Besonders beliebt ist demnach das Buchen von Hotelzimmern und Übernachtungen, womit etwa 23 Millionen Deutsche bereits Erfahrungen gemacht haben.
Studienergebnisse des Verbands Bitkom bzw. der Statistikbehörde Eurostat zeigen, dass 70 Prozent der Deutschen Informationen über Waren und Dienstleistungen im Internet sammeln, bevor sie tatsächlich kaufen. Auch, wer Computer, Smartphones oder Flachbildfernseher im Internet ersteht, informiert sich oft bereits dort über Preise und Qualität der Produkte. Mehr als 90 Prozent der Internetnutzer suchen laut weiteren Umfrageergebnissen von Bitkom online nach entsprechenden Informationen, meist direkt bei den Shops. Mit 62 Prozent ist der Fachhandel bei der Kaufberatung deutlich abgeschlagen.
Jeder zweite Internetnutzer schaut sich Bewertungen anderer Kunden vor dem Kauf an, zeigen Daten von Bitkom. Eine direkte Auswirkung auf die Kaufentscheidung haben die Nutzerkommentare demnach bei jedem Dritten. Eigene Bewertungen zu Produkten und Dienstleistungen schreibt rund ein Fünftel der Internetnutzer.
Der „Financial Times Deutschland“ sagte ein Vertrauter des Unternehmens, dass einem Aufbau der Stationen in Deutschland nichts im Wege stehe. „Generell ist es unser Ziel, unseren Kunden die Zustellung von Paketen so einfach und bequem wie möglich zu gestalten - und Amazon Lockers ist einer der verschiedenen Wege, die wir zur Erreichung dieses Ziels verfolgen“, sagt eine Amazon-Sprecherin Handelsblatt-Online. Nur zu zukünftigen Plänen mag sie keine Auskunft geben. „Ich bitte um Ihr Verständnis.“
Für die Deutsche Post würde eine Ausweitung auf Deutschland bedeuten, dass sie ausgerechnet von einem ihrer prestigeträchtigsten Auftraggeber Konkurrenz bekommt. Seit mehr als einem Jahrzehnt verdiente der Bonner Konzern nicht schlecht an Amazon, der seiner Kundschaft bislang in den meisten Ländern für bestimmte Produkte einen kostenlosen Postversand anbietet. Durch den Boom im Online-Versandhandel ist das Paketgeschäft zu einem Milliardenmarkt angeschwollen, um den mehrere Anbieter kämpfen, die täglich zigtausende Paketboten an die Haustüren schicken. Allein die Post-Tochter DHL transportiert pro Werktag rund drei Millionen Paketsendungen. Über 60.000 Zusteller sind für die Auslieferung von Paketen und Päckchen im Einsatz.

Doch was für die Amazon-Kunden attraktiv ist, schmälert den Gewinn des Online-Giganten, da er selbst auf jeden Fall den Transport mit der Post oder UPS bezahlen muss. Dazu kommen Extragebühren, damit die Amazon-Pakete auch in Wohngebieten ausgeliefert werden. Eigene Paketstationen direkt zu beliefern, dürfte wohl deutlich die Versandkosten senken. Neben mehreren Lagerplätzen pro Land oder Region könnte sich die Logistik der Auslieferung zentralisieren lassen. Außerdem würden die Locker es Amazon ermöglichen, nicht nur schnell und sicher, sondern auch zu einem garantierten Zeitpunkt zu liefern; etwas, das bislang über die Lieferung mit den Paketdiensten von DHL oder UPS nur bedingt zu beeinflussen ist.
Verkäufer bei Ebay haben eine neue Masche. Sie verkaufen nur die Verpackung eines Produkts. Dabei wird z.B. ein Notebook neben einer Originalverpackung (OVP) auf dem Bild dargestellt. Erst in der Beschreibung wird deutlich, dass nur für die OVP geboten wird. Ein teurer Spaß, denn der Verkäufer ist im Recht. Deshalb: Die Beschreibung immer zu Ende lesen, auf Kleingedrucktes achten und bei Wörtern wie „nur“, „ein Foto von“ und „lediglich“ hellhörig werden.
Manche Anbieter stellen ein Produkt deutlich günstiger als andere Teilnehmer ins Netz. Sie können bei dem Preis unschlagbar tief gehen, weil die Versandkosten unverhältnismäßig hoch sind. So werden z.B. Abendkleider zu einem Euro angeboten - die Versandkosten betragen dann aber 120 Euro oder mehr. Der Grund: Das Produkt erscheint bei der Suche der günstigsten Produkte immer oben in der Suche. Außerdem hängt die Verkaufsprovision, die vom Verkäufer an Ebay gezahlt werden muss, von der Höhe des Verkaufspreises ab, nicht von den Versandkosten. Die Provision beträgt zurzeit neun Prozent.
Manchmal bietet man sich bei Ebay regelrecht ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem anderen Bieter. Plötzlich steigt dieser aus. Bei anderen Anbietern bietet er für das Produkt nicht. Hier könnte es sich um einen Freund des Verkäufers handeln, der auf Wunsch des Verkäufers mitgeboten hat, um den Preis in die Höhe zu treiben. Ab dem erwünschten Wert steigt er einfach aus. Selbst wenn der Freund der Höchstbietende ist, nimmt der Verkäufer das Angebot einfach aus dem Netz und klärt dies „privat“. Diese Technik ist zwar laut AGB verboten, aber trotzdem weit verbreitet. Ebay profitiert jedenfalls davon: je höher der Kaufpreis, desto höher die Provision, die Ebay kassiert.
Der gleiche Trick funktioniert auch ohne Freunde. Man erstellt sich mit verschiedenen E-Mailadressen mehrere Accounts bei Ebay und bietet bei sich selbst mit und treibt den Preis dadurch in die Höhe. Verboten, aber durchaus nicht schwer umzusetzen.
Selbstlob stinkt, aber nicht bei Ebay. Auf der Plattform bringen positive Bewertungen nämlich Vertrauen und mehr potenzielle Käufer. Der Ablauf: der Verkäufer erstellt sich verschiedene Accounts bei Ebay und kauft bei sich selbst Kleingkeiten oder Dinge, die gar nicht existieren. Dabei fallen zwar minimale Gebühren an, doch der Aufwand lohnt sich: positive Bewertungen bei Ebay sind die Währung der Auktionsplattform.
Auf den ersten Blick vielleicht ein Tippfehler. Auf den zweiten Blick eine Fälschung, die mit der Hoffnung angeboten wird, jemand halte das Produkt für ein Original. Schuhe mit vier Streifen und der Aufschrift Abibas sind deshalb nur ein billiges Plagiat. Der Käufer sollte nicht darauf vertrauen, dass sich der Verkäufer nur „vertippt“ hat. Gefälschte Rolex-Uhren wurden z.B. über Ebay verkauft und ausnahmsweise hatte auch eine Klage gegen Ebay selbst Erfolg. Allerdings musste Ebay nicht Schadensersatz leisten, sondern wurde auf Unterlassung verklagt.
Einige Betrüger wollen sich nicht die Mühe machen sich ein vertrauenswürdiges Profil zu erarbeiten. Stattdessen wählen sie ein Abkürzung: sie bieten einem Nutzer, der schon länger dabei ist und positive Bewertungen hat an, seinen Account abzukaufen. Die Betrüger bieten dann z.B. 50 - 300 Euro für ein Nutzerprofil. Der Profilveräußerer denkt sich meist nichts böses, da der Betrüger vorgibt er sei nur auf der Durchreise und wolle schnell auf paar Dinge verkaufen. Käufer ersteigern dann bei dem Account Artikel, die nie geliefert werden, wenden sich dann an den Veräußerer des Profils, bei dem in der Regel nichts zu holen ist. Manchen wird auch angeboten ihr Bankkonto für kurze Zeit zur Verfügung zu stellen.
Wenn Betrüger es durch einen Trojaner oder auf andere Weise geschafft haben das Passwort des E-Mail-Kontos zu erhaschen, wird es besonders gefährlich. Dann melden nämlich die Betrüger bei Ebay, dass sie das Passwort des Ebay-Accounts vergessen haben und bekommen das Passwort dann per E-Mail zugeschickt. Das Opfer merkt zwar, dass mit dem E-Mail-Fach etwas nicht stimmt, dass bei Ebay aber der Account missbraucht wird, erfährt es leider erst viel später wenn es schon zu spät ist.
Ein weiterer Trick funktioniert über E-Mail. Dem Ebay-Nutzer wird eine E-Mail geschickt in der ihm mitgeteilt wird, dass er seine Daten neu eingeben solle, weil die „Nutzungslizenz“ angeblich abgelaufen sei. Das Formular, das ausgefüllt werden soll, führt in der Regel zu einer Datenbank der Betrüger, die Passwörter und Accountnamen der Nutzer sammeln und diese dann missbrauchen.
Sowohl optisch als auch technisch erinnern Amazons Locker an die Packstationen von DHL. Wer den Service nutzen will, bekommt einen persönlichen Code, mit dem er neben dem Wocheneinkauf auch gleich seine Amazon-Pakete aus dem Schließfach abholen kann. Wie beim Konkurrenzangebot der Post-Tochter auch, stehen Schließfächer in verschiedenen Größen zur Verfügung, navigiert wird über das Tastenfeld eines Computer-Terminals.
Dass sich der Einzelhändler Amazon nun aber zum Rundumlogistiker entwickelt, der in der Lage ist, zu Rivalen wie DHL, UPS oder Fedex aufzuschließen, glauben Branchenexperten nicht. Wachstumschancen bieten sich wohl eher in anderen Ländern. Außerhalb von Deutschland sind in Europa erst 500 Packstationen aufgebaut. Vor allem in China könnten die Locker laut Forrester-Reserach-Analyst Brian Walker funktionieren. Dort haben viele Menschen keine eigene Adresse, an die sie sich Pakete schicken lassen könnten.
Wenn man sich einen bestimmten Preis für seinen Artikel wünscht, dann sollte man ein Mindestgebot angeben. Denn sollte der Artikel weit unter Wert „ersteigert“ werden, dann ist man als Verkäufer zur Herausgabe verpflichtet. So kann man sich verpflichten z.B. die ganze Kücheneinrichtung für nur 10 Euro abzugeben. Im wichtigen Urteil ging es um ein Auto, das weit unter Wert ersteigert wurde (Aktenzeichen: 223 C 30401/07, Amtsgericht München, Urteil vom 09.05.2008).
Wer private Dinge verkaufen möchte sollte aufpassen, dass es nicht zu viele werden. Denn ab einer nicht eindeutig definierbaren Grenze kann man als gewerblicher Nutzer und damit als Unternehmer eingestuft werden. Sollte dies eintreffen gelten strengere Regeln für den Ebay-Nutzer. Denn ein Unternehmer darf Privatkäufern gegenüber die Gewährleistungsrechte nicht ausschließen und muss eine Widerrufsbelehrung seinen Produkten hinzufügen. Tut er dies nicht, können teure Abmahnungen durch andere Unternehmer die Folge sein. Für die Schwelle des gewerblichen Nutzens hat die Rechtsprechung gewisse Kriterien entwickelt: Man gilt demnach als Unternehmer wenn man viele Bewertungen innerhalb eines kurzen Zeitraums erhalten hat, immer die gleichen Artikel oder regelmäßig neue Artikel verkauft. (Landgericht Berlin, Aktenzeichen: 103075/06)
Dass man bei der Produktbeschreibung für falsche Angaben haftet, ist offensichtlich. Doch die Haftung reicht noch weiter: Wer übertriebene Angaben zu seinem Produkt macht, haftet für diese Angaben. Er muss dem Käufer dann ein Produkt mit den genannten Eigenschaften liefern. Kann er dies nicht, schuldet er Schadensersatz. Dieser kann ziemlich hoch ausfallen. So hatte z.B. Ein Verkäufer hatte ein „echt silbernes Teeservice“ angeboten und es für gut 30 Euro verkauft. Dabei sah dies nur silbern aus. Der Käufer forderte schließlich ein echtes Silberservice. Da der Verkäufer keins hatte, musste er schließlich Schadensersatz leisten: 450 Euro. Ähnliches kann auch bei Angaben wie „Lederjacke“ der Fall sein, wenn die Jacke nur optisch ledern ist. (Landgericht Frankfurt a.M., Aktz. 2-16 S 3/06, Urteil vom 31.01.2007)
Als privater Verkäufer kann man einen Haftungsausschluss vereinbaren. Dabei verwechseln jedoch häufig Nutzer den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung. Eine Garantie ist ein freiwillig abgegebenes Versprechen, dass man verschuldensunabhängig für das Vorhandensein bestimmter Eigenschaften einstehen will. Die Gewährleistung ist dagegen die gesetzlich festgelegte Haftung für Fehler an der Kaufsache, die grundsätzlich jeden Verkäufer trifft. Als Verbraucher kann man diese Gewährleistung ausschließen, was die Regel bei Ebay ist. Die Gerichte machen es hier den Verbrauchern relativ leicht. Schreibt der Verkäufer nämlich: „Privatverkauf, keine Garantie“, dann wertet das Gericht dies laiengünstig als Ausschluss der Gewährleistung. (Landgericht Osnabrück, Aktz.: 12 S 555/05)
Normalerweise kann man eine Auktion bei Ebay nicht ohne Weiteres beenden. Sollte ersichtlich sein, dass man den gewünschten Preis nicht erzielen wird und daraufhin die Auktion beendet, kann der Käufer auf Schadensersatz klagen. Nämlich auf die Differenz des letzten Gebotes und des wahren Wertes des Artikels. (Aktenzeichen: 8 U 93/05)
Wird die angebotene Sache gestohlen, muss man grundsätzlich dem Käufer Schadensersatz statt der Leistung zahlen. Dem kann man sich allerdings entziehen, indem man in seinen Angebotsregeln bei Diebstahl ein Ende der Auktion vereinbart. Wird der angebotene Artikel dann wirklich mal gestohlen, endet die Ebay-Auktion nach Ansicht des BGH. Eine solche Klausel macht deshalb durchaus Sinn. (BGH, Aktenzeichen VIII ZR 305/10)
Wer ein Produkt bei Ebay anbieten möchte, sollte immer ein eigenes Bild erstellen. Selbst wenn es sich um neue Originalware oder ein Markenprodukt handelt, darf man als Verkäufer nicht Bilder des Herstellers oder anderer Fotografen benutzen. Ein selbsterstelltes Bild liefert in der Regel auch einen besseren Eindruck über den Zustand des Artikels. Die Verwendung fremder Bilder stellt eine Urheberrechtsverletzung dar und kann Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Da man auch meist die Anwaltskosten tragen muss, kann dies mehrere hundert Euro kosten. (OLG Brandenburg, Aktenzeichen: 6 U 58/08)
„Speziell für den deutschen Markt gilt außerdem, dass schon mehrere Alternativen für den Kunden geschaffen wurden und das Serviceniveau schon erfreulich hoch ist“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels, zu Handelsblatt-Online. „Neben den Schließfächern stellen auch Servicepunkte in Geschäften eine Alternative zur klassischen Zustellung für die Kunden dar“. Auch in Zukunft sei Amazon auf die Auslieferer angewiesen, denn vor allem auf der letzten Meile mangele es an den nötigen Ressourcen. Ganz ohne DHL oder Hermes wird es wohl ohnehin nicht gehen, denn irgendwie muss die Ware aus Amazons riesigen Logistikzentren ja zu den Packstationen gebracht werden.
Auch die Post glaubt hierzulande nicht an einen Vormarsch: „In Deutschland haben wir mit unseren Packstationen in den letzten zehn Jahren das einzige flächendeckende Automaten-Netz aufgebaut, mit dem Kunden rund um die Uhr Pakete versenden und empfangen können. Amazon und seine Kunden zählen zu den intensivsten Nutzern dieses Netzwerks. Uns sind keine Pläne bekannt, dass die Tests in den USA auf Deutschland ausgeweitet werden sollen.“, so ein Sprecher.

Selbst wenn die Locker nach Deutschland kommen sollten, dürften die Trauben für Amazon einfach zu hoch hängen. Denn auch die Post ist inzwischen einen Schritt weiter und testet seit einiger Zeit eigene Paketbriefkästen. Rund 100 Stück seien inzwischen in einem Testgebiet nahe Bonn installiert.
Dabei geht es darum, mit dem Paket in Ein- und Zweifamilienhäusern eine Zustellung zu schaffen, „die zu 100 Prozent im ersten Anlauf klappt“, sagte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes vor kurzem im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Vor allem bei Lebensmittellieferungen sei das wichtig. „Wir haben Kästen entwickelt, in die Pakete hineinpassen. Die gibt es in klein, mittel und groß. Der Kunde hat einen Schlüssel, der Zusteller auch.“
In China boomt die Logistk, weshalb die Deutsche Post dort ihren Marktanteil ausbauen möchte. Im Expressgeschäft teilen sich fünf Unternehmen die Marktanteile. 6 Prozent besitzen sonstige Unternehmen.
Den fünften Platz belegt TNT mit 9 Prozent. Das Unternehmen hat seinen Sitz in den Niederlanden und ist an der Amsterdamer Börse notiert.
UPS liegt mit 16 Prozent auf dem vierten Platz. Das international tätige Logistikunternehmen wurde 1907 von James E. Casey in Seattle gegründet.
Auf Platz drei befindet sich China Post mit 17 Prozent. China Post ist der nationale Postdienstleister der Volksrepublik.
Auf Platz zwei ist Fedex mit 20 Prozent Marktanteil. Die Firma betreibt inzwischen eine der weltweit größten Luftfrachtflotten.
Auf dem ersten Platz ist DHL-Sinotrans mit 32 Prozent Marktanteil. Das Unternehmen wurde 1986 gegründet. DHL-Sinotrans ist ein Joint Venture von DHL und dem chinesischen, staatseigenen Unternehmen Sinotrans.
Die Reaktion der Kunden in dem Testgebiet sei „sehr positiv“. Ziel sei es, nicht nur Pakete zu empfangen, sondern dort auch abgehende Pakete hineinzustellen. „Dann bieten wir den kompletten Service an der Haustür.“ Wer die Kosten der Kästen trägt, ist noch nicht entschieden. „Wenn wir die Prozesse geklärt haben, können wir uns darüber unterhalten, was es kostet und wer es bezahlt.“
Derweil hofft in der österreichischen Landeshauptstadt Linz der Automatisierungsspezialist Keba „dass es zu Gesprächen kommen wird.“ Der letzte große Auftrag kam vor fünf Jahren, als die Deutsche Post auf einen Schlag 1500 Packstationen kaufte – für schätzungsweise je 20.000 Euro. Das war der Größte Deal in der Geschichte von Keba. Aus Sicht der Oberösterreicher spricht einiges dafür, dass auch Amazon auf ihre Technik setzen wird.

Neuerdings funktioniert die Zustellung an die Packstation nicht mehr. Ich lasse mit sehr viel von und über Amazon schicken. Der Fehler liegt bei der Post/DHL. Sehr oft wurden meine Sendungen in die Poststelle umgeleitet und ich musste das tun, was ich eigentlich vermeiden wollte, ich musste mir extra frei nehmen und mich dann sehr lange anstellen.Es wurden aber auch öfters Sendungen ohne vorherige Benachrichtigung zurückgeschickt. Lieferadresse ist eingespeichert und enthielt keine Fehler.
Mit der Zustellung durch DHL und Post bin ich zur Zeit sehr
unzufrieden und würde es sehr begrüßen, wenn Amazon einen
eigenen Weg der Zustellung findet.
Ich hoffe sehr, dass dies realisiert werden kann.

Da kann ich auch nur widersprechen, denn seit vielen Jahren schon bestelle ich bei Amazon und noch nie ist etwas nicht angekommen oder wieder an den Absender zurück geschickt worden.
Da liegt der Fehler sicherlich nicht bei Amazon und auch nicht bei der Post - somit sind die Fehlerquellen wohl sehr eingeschränkt würde ich mal sagen.
Wenn so etwas tatsächlich einmal passiert ist das nicht tragisch, wenn man aber des öfteren solche Dinge feststellt, sollte man den Fehler auch mal bei sich selbst suchen. Niemand ist perfekt.

Bei mir kamen Pakete oft nicht an. Ich hab letztens 3 Monate lang versucht einen 8 Euro Weltempfänger (Kleinpaket!) von Amazon via DHL zugestellt zu bekommen. Der Postbote hat aber weder die eigene Packstation verwendet, nocht wusste er, dass das Päkchen immer in der NÄCHSTgelegenen zuständigen Revierfiliale abgelegt werden muss.
nach 4maligen hin und hersenden, wollte mir die Fa. das Radio nicht mehr zustellen. Da musste ich es dann woanders probieren - der Artikel wurde mehrfach hin und hergesendet.
auch Büchersendungen sind bei mir schon oft nicht angekommen.
vielleicht kann Amazon das mit seinen Packetstationen ja besser organisieren -- schlecht wär es nicht - es ist immer so mühselig da hinterherzurennen - vor allem hab ich das Geld nicht wiederbekommen, sondern nur Briefmarken.
einmal bei verlorener Büchersendung musste ich draufzahlen - für den Verlust erhielt ich nur 2,20 Euro in Briefmarken, obwohl ich 2mal 4,90 Euro oder so Porto gezahlt hatte.
wie nennt man sowas? Kundenservice? Ich fühlte mich verarscht - die verlieren die Pakete und ich zahl drauf.
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