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Lokführerstreik: Struck bietet Schlichtung an

Am Montag werden die letzten Stimmen der Urabstimmung der Lokführergewerkschaft GDL ausgezählt und es könnte zu unbefristeten Streiks kommen. Peter Struck bietet sich in letzter Minute als Schlichter an.

Peter Struck bietet sich als Schlichter an. Quelle: dpa
Peter Struck bietet sich als Schlichter an. Quelle: dpa

Berlin Kurz vor der Entscheidung über unbefristete Streiks bei der Bahn hat der SPD-Politiker Peter Struck der Lokführergewerkschaft GDL eine Vermittlung im Tarifstreit mit den Arbeitgebern angeboten. „Wenn man mich bittet, noch einmal zu schlichten, wäre ich dazu bereit“, sagte der Ex-Verteidigungsminister dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagausgabe).

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Struck bekräftigte, er halte es für sinnvoll, dass die GDL das Angebot der Deutschen Bahn und der sechs Privatbahnen, sich an einen Tisch zu setzen, annimmt. Dann sollten sie auf der Grundlage des bereits erzielten Branchentarifvertrags weiter verhandeln.

Struck verband sein Vermittlungsangebot erneut mit Kritik an den Lokführern. „Es geht um gewerkschaftstaktische Kämpfe.

GDL-Chef Claus Weselsky will beweisen, dass er mehr herausholen kann als die konkurrierende EVG“, sagte Struck dem Blatt.

Bahnreisende und Unternehmen müssen sich ab kommender Woche auf noch größere Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. Die GDL will am Montag das Ergebnis ihrer Urabstimmung bekanntgeben.

Weselsky hatte im Vorfeld erklärt, er rechne mit einer breiten Zustimmung zu regulären Streiks. Bereits ab Dienstag könnten die Streikaktionen bundesweit ausgeweitet werden. Zuletzt hatte am Donnerstag der dritte bundesweite Warnstreik der Lokführer zu erheblichen Verspätungen geführt. Hunderttausende Berufspendler und Wochenendreisende mussten Zugausfälle oder massive Verspätungen hinnehmen.

Die GDL will neben Gehaltserhöhungen auch einen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer durchsetzen. Die Deutsche Bahn forderte die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Ihre sechs großen privaten Konkurrenten brachen die Gespräche mit der GDL dagegen ab.

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