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11.07.2007 
Vertragsabschluss mit Airunion

Lufthansa findet russischen Partner

von Mathias Brüggmann und Tanja Kewes

Die Deutsche Lufthansa will im stark wachsenden russischen Luftverkehrsmarkt expandieren und setzt dabei auf einen einheimischen Partner. Den hat sie in der Fluggesellschaft Airunion gefunden, der Nummer zwei nach Aeroflot. Der Kreml hat seine Finger im Spiel.

Für die Lufthansa sind die Flüge nach Russland zu einem wichtigen Geschäft geworden. Foto: dpaLupe

Für die Lufthansa sind die Flüge nach Russland zu einem wichtigen Geschäft geworden. Foto: dpa

MOSKAU/DÜSSELDORF. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber wird im Laufe des Mittwochs in Moskau mit Airunion eine Kooperationsvereinbarung über ein Codeshare schließen. Das teilten die Russen am Morgen mit und bestätigten damit Informationen des Handelsblatts. Beim Codeshare teilen sich die Gesellschaften einen Flug, den sie aber jeweils unter einer eigenen Flugnummer (Code) anbieten. Das Verfahren hat den Vorteil, dass die Auslastung der Maschinen steigt und ein größeres Streckennetz aufgebaut werden kann.

Airunion ist die nach Aeroflot zweitgrößte Fluggesellschaft Russlands. Sie ist ein Zusammenschluss von fünf russischen Fluggesellschaften: Krasair, Domodedowo, Omskavia, Samara und Sibaviatrans transportierten 2006 rund 4,9 Millionen Passagiere und machten einen Umsatz von 24,3 Mrd. Rubel (670 Mill. Euro).

Airunion hat nach Meinung Moskauer Analysten zwar viele Fluggäste, aber einen weitgehend veralteten Flugzeugbestand. Nur die in Sibirien beheimatete Krasair sei noch einigermaßen einsetzbar. Sie führe auch internationale Flüge neben ihrem ausgebauten russlandweiten Netz durch. Die ebenfalls sibirische Omskavia fliegt bereits Frankfurt, Hannover und Köln an.

Dem führenden Kopf hinter dem Zusammenschluss, Boris Abramowitsch, einem Namensvetter des Oligarchen Roman Abramowitsch, wird die Restrukturierung aber zugetraut. Präsident Wladimir Putin hatte Airunion im April per Erlass besiegelt. Der Staat ist mit 45 Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Aeroflot gibt Lufthansa einen Korb

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