0 Bewertungen
11.07.2007 

Mit der bilateralen Kooperation mit Airunion reagiert die Lufthansa auf eine Absage von Aeroflot. Der russische Marktführer hatte sich 2004 entschlossen, nicht mit der Lufthansa und mit dem Luftfahrtbündnis Star Alliance zu kooperieren. Stattdessen schloss sich Aeroflot dem von Europas führender Fluggesellschaft Air France-KLM dominierten Sky Team an. „Airunion wäre für Lufthansa zweite Wahl, aber deshalb keine schlechte“, sagte ein Branchenexperte.

Als Wachstumsmarkt ist Russland für Lufthansa äußerst wichtig. Schon jetzt ist sie mit 120 Verbindungen pro Woche und neun Zielen die aktivste westliche Fluglinie in Russland. Eine Kooperation mit Airunion würde für beide Partner das Streckennetz um Inlandsverbindungen erweitern.

Frankfurt – Moskau

Die Kooperation soll nach den Branchenangaben über die Drehkreuze Frankfurt und Moskau entwickelt werden. Philipp Goedeking, Luftfahrtexperte der Strategieberatung Roland Berger, würde die Kooperation begrüßen: „Es wäre ein vernünftiger Schritt“, sagte er. Künftig will Lufthansa zudem nicht mehr auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo starten und landen, dem Heimathafen von Aeroflot. Stattdessen wollen die Deutschen auf den Moskauer Flughafen Domodedowo setzen, wo bereits andere Star-Alliance-Fluglinien starten und landen, etwa Thai und Austrian.

Lufthansa, die mit knapp 20 Mrd. Euro Umsatz zweitgrößte Fluglinie Europas, setzt damit ihre Anfang der 90er-Jahre unter dem damaligen Vorstands- und heutigen Aufsichtsratschef Jürgen Weber aufgenommene Strategie fort, mittels Kooperationen international zu expandieren.

Damals wie heute stockte die Konsolidierung in der Luftfahrt auf Grund nationalstaatlicher Interessen und bürokratischer Hürden. Im Übernahmepoker um die zum Verkauf stehenden Fluglinien Alitalia in Italien und Iberia in Spanien hielt sich Lufthansa daher bisher trotz prall gefüllter Kriegskasse mit einem offiziellen Angebot zurück.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterKöpfe

Mr. Apple bittet wieder zur Audienz  Artikel in Merkliste

Der Apple-Gründer Steve Jobs stellt am Dienstag in San Francisco neue Produkte vor – und seine Fitness unter Beweis Artikel


Anzeige