Unterdessen startete Praktiker noch schwächer in die wichtige Gartensaison als im vergangenen Jahr. Vorstandschef Hafner machte das regnerische Aprilwetter dafür verantwortlich, dass Umsatz und Betriebsgewinn im zweiten Quartal ihre Talfahrt fortsetzten. Im Ausland verdarb die Wirtschaftskrise in mehreren osteuropäischen Ländern dem Konzern das Geschäft. Nur dank geringerer Sanierungskosten und einer Steuererstattung konnte Praktiker seinen Nettoverlust deutlich verringern.
Von April bis Juni, wenn die Branche normalerweise ihr Hauptgeschäft macht, sanken die Erlöse um sieben Prozent auf 887 Millionen Euro. „Die Entwicklung im zweiten Quartal entspricht nach allen bisher vorliegenden Indikatoren dem allgemeinen Branchentrend in Deutschland", erklärte Hafner. Operativ brach der Gewinn (Ebita vor Sondereffekten) im abgelaufenen Vierteljahr von 42 auf 11 Millionen Euro ein.
Dass diesmal unter dem Strich statt des Rekordverlusts von 307 Millionen Euro lediglich ein Fehlbetrag von 21 Millionen Euro stand, hat Praktiker zu großen Teilen seiner jüngsten Strategieänderung und dem Finanzamt zu verdanken: Weil der Vorstand nun auf den zunächst geplanten Stellenkahlschlag verzichtet, konnte er dafür vorgesehene Rückstellungen auflösen.
Experten sind sich weitgehend einig: In Deutschland gibt es schlichtweg zu viele Baumärkte. Unter diesen Bedingungen ist der Preiskampf hoch und die Margen gering. Es folgt eine Übersicht über die beliebtesten Baumärkte.
Auf Rang zehn liegt Marktkauf. 3,2 Prozent der befragten Deutschen gaben an, 2010 dort eingekauft zu haben. 32,7 Prozent der 23.000 Befragten gaben übrigens an, gar keinen Baumarkt besucht zu haben.
Auf Platz 9 landet Hellweg Baumarkt mit 3,7 Prozent.
Die Globus-Kette steht auf Rang acht: 4,6 Prozent der Befragten gaben an, hier eingekauft zu haben.
Max Bahr rangiert auf dem sechsten Platz mit einem Anteil von 5,5 Prozent.
Nicht unter den Top-Five steht Bauhaus, nämlich nur auf Rang sechs. Mit 9,3 Prozent liegt die Kette nur knapp hinter ...
... Hornbach. Die auch durch intensive TV-Werbung recht bekannte Kette kommt auf zehn Prozent.
Knapp davor rangiert mit 10,4 Prozent Hagebaumarkt.
Etwas überraschend liegen die Baumärkte von Toom vor der Konkurrenz von Hagebaumarkt und Hornbach. Allerdings nur knapp: 10,6 Prozent der Befragten gehen hier gern shoppen.
Mit deutlichem Abstand liegen die beiden Dickschiffe der Branche vorne. Die Silbermedaille geht an Praktiker. Die Kette befindet sich in einem umfangreichen Umbauprozess und musste dabei so manchen Rückschlag einstecken. 20,8 Prozent der Deutschen waren 2010 in einem der blau-gelben Märkte.
Branchenführer im Hinblick auf die Beliebtheit ist Obi. Der Wert liegt bei 26,3 Prozent.
Zudem verbuchte Praktiker im Frühjahrsquartal eine kleine Steuererstattung, nachdem das Unternehmen vor Jahresfrist noch 58 Millionen Euro zahlen musste. Auch fielen Wertberichtigungen diesmal deutlich niedriger aus als vor Jahresfrist.
Den Betriebsgewinn erwirtschaftete Praktiker allein mit seiner norddeutschen Kette Max Bahr, die als letzte Hoffnung des Konzerns zur bundesweiten Hauptmarke ausgebaut werden soll. Denn während die Praktiker-Baumärkte mit ihrer Billigstrategie gescheitert sind, schlägt sich Max Bahr erfolgreich mit Kundenservice und Beratung. Bis Ende kommenden Jahres sollen rund 120 der gut 230 Praktiker-Baumärkte in Deutschland auf die Marke Max Bahr umgeflaggt werden, unter der bisher knapp 80 Märkte firmieren.

ständige Machtkämpfe.....klingt wie kleine Jungs die Krieg spielen wollen,und nichts dabei rauskommt-außer Schutt und Asche.Schickt eine FRAU an die Front,währendessen die kleinen Jungs Ihre Machtkämpfe weiterspielen können.
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