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Medienbericht: Oetker besiegelt den Ausstieg bei Douglas

Der Finanzinvestor Advent arbeitet schon länger an einem Einstieg bei Douglas. Nun ist Advent seinem Plan ein Stückchen näher gerückt. Einem Zeitungsbericht zufolge verkauft Oetker seinen Anteil an den Finanzinvestor.

Eine Einkaufstasche mit dem Schriftzug von Douglas. Quelle: dpa
Eine Einkaufstasche mit dem Schriftzug von Douglas. Quelle: dpa

DüsseldorfWenige Wochen vor dem Weihnachtsgeschäft greift ein Finanzinvestor nach dem Handelskonzern Douglas und dessen lukrativer Parfümeriekette. Nach monatelangen Übernahmegerüchten bestätigte die Douglas Holding AG erstmals Gespräche mit einem Finanzinvestor über ein Übernahmeangebot. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion komme, sei aber nach wie vor unklar, teilte der Konzern am Freitag in einer Pflichtmitteilung mit. Die Aktie der Douglas Holding AG schoss am Freitag kurzzeitig mehr als 4 Prozent in die Höhe.

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Laut der Mitteilung werden „nach wie vor Gespräche zwischen der Gesellschaft, Vertretern verschiedener wesentlich beteiligter Aktionäre und einem Finanzinvestor über den möglichen Erwerb einer wesentlichen Beteiligung des Investors an der Douglas Holding AG im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots geführt...“. Den Namen des Finanzinvestors nannte Douglas in der Mitteilung jedoch nicht. Übereinstimmenden Medienberichten der vergangenen Wochen zufolge soll angeblich der US-Finanzinvestor Advent an Douglas interessiert sein.

Der Handelskonzern Douglas mit seinen knapp 24 000 Mitarbeitern steht seit längerem im Zentrum von Spekulationen. Im Januar hatte die Gründerfamilie Kreke öffentlich gemacht, dass sie Gespräche mit Finanzinvestoren führt, um den eigenen Douglas-Anteil von knapp 13 Prozent aufzustocken. Größter Douglas-Aktionär ist die Oetker-Gruppe mit 25,8 Prozent. Der Drogerieunternehmer Erwin Müller hält früheren Medienberichten zufolge 10,8 Prozent der Anteile und soll über Optionsgeschäfte zudem Zugriff auf weitere rund 15 Prozent haben.

Parfüm, Bücher, Pralinen Einblicke in das Douglas-Reich

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Douglas hält laut einer Mitteilung vom Montag an seinem Sorgenkind, der Buchhandelstochter Thalia, fest. Die Bestellung des Bereichsvorstandes Bücher, Michael Busch (47), zum ordentlichen Vorstandsmitglied unterstreiche das Bekenntnis zu Thalia, erklärte Aufsichtsratschef Jörn Kreke. Das zeige auch, dass Douglas von dem im Aufsichtsrat präsentierten Sanierungsprogramm für Thalia überzeugt sei. Der Bereichsvorstand Parfümerien, Manfred Kroneder (45), wurde ebenfalls ordentliches Vorstandsmitglied.

Thalia leidet unter der Konkurrenz von Internetshops. Derzeit wird die Buchhandelskette mit großem Aufwand saniert. Im laufenden Geschäftsjahr wird bei Douglas deshalb vermutlich ein Verlust in den Büchern stehen, die Dividende wird wie bereits angekündigt gestrichen. Wiederholt wurde Thalia von Branchenbeobachtern als „Giftpille“ angesehen, die einen Verkauf des Konzerns als Ganzes erschwere. Die Familie Kreke lehnt eine Zerschlagung des Konzerns ab.

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Für den US-Finanzinvestor Advent sind Deutschland und der deutsche Einzelhandel kein Neuland. Advent hatte in der Vergangenheit hierzulande unter anderem in die Modekette Takko, den Schreibwarenhersteller Herlitz und die Median Kliniken investiert.

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