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Metro-Zahlen: Real verbrennt das schöne Geld der Metro

Nur dank seiner Expansion in Osteuropa und Asien ist der Handelsriese Metro im dritten Quartal auf Wachstumskurs geblieben: Alle inländischen Vertriebslinien mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Großes Sorgenkind bleibt die SB-Warenhauskette Real, bei der sich die Krise nochmals verschlimmerte.

Renovierungsarbeiten an einem Real-Markt. Foto: dpa
Renovierungsarbeiten an einem Real-Markt. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. „Die allgemeine Konjunkturbelebung findet bislang nicht im Portemonnaie der Verbraucher statt“, sagte Metro-Vorstandschef Hans-Joachim Körber am Dienstag in Düsseldorf bei der Zahlenvorlage. Die Gesundheitsreform und die Mehrwertsteuererhöhung verstärkten das Gefühl bei den Verbrauchern, in Zukunft weniger im Geldbeutel zu haben. Der Vorstandsvorsitzende blieb auch beim Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft vorsichtig: „Weihnachten findet statt.“ Er erwarte ein „normales“ Geschäft.

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Der Metro-Umsatz stieg im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Dabei steht einem Umsatzplus von 11,9 Prozent im Ausland ein Umsatzminus von 0,3 Prozent im Inland gegenüber. Bereinigt um neue und veräußerte Verkaufsflächen sank der Umsatz in Deutschland bei den Metro-Großhandelsmärkten um 1,8 Prozent, den Elektronikketten Media-Markt/Saturn um drei Prozent, den Lebensmittelhändlern Real/Extra um 0,5 Prozent und den Kaufhof-Warenhäusern um 3,3 Prozent. Der operative Konzerngewinn (Ebit) stieg im dritten Quartal 2006 um 4,7 Prozent auf 281 Millionen Euro.

Die Juli-Hitze und der Spätsommer im September hätten sich negativ auf die Bekleidungsnachfrage ausgewirkt. Das bekam insbesondere die Kölner Tochter Kaufhof zu spüren. Der operative Verlust (Ebit) wurde auf knapp sieben Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Die Mönchengladbacher Tochter Real schrieb ebenfalls rote Zahlen. Durch Anlaufverluste bei der Auslandsexpansion stieg der operative Quartalsverlust (Ebit) um über ein Viertel auf 41 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2006 zusammengenommen beläuft sich der operative Verlust von Real damit auf knapp 75 Millionen Euro.

Körber hält bei Real dennoch im Gesamtjahr 2006 operativ schwarze Zahlen noch für möglich. Das Real-Ergebnis hänge stark vom Verlauf des Weihnachtsgeschäftes ab. Das Tochterunternehmen sei auf dem richtigen Weg, das Tempo der Kostensenkungen müsse jedoch erhöht werden. Metro will Real durch die Übernahme der deutschen Wal-Mart-Filialen und der polnischen Filialen der französischen Géant-Kette stärken. Dieser Ausbau des Filialnetzes führt nach Angaben von Körber zu erheblichen Kostenvorteilen. Noch in diesem Jahr würden die ersten fünf Wal-Mart-Märkte auf Real umgestellt. Körber schloss einen Verkauf einzelner Wal-Mart-Märkte nicht aus.

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