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Milliardärsfamilie : Reimann forciert Börsengang der Parfümfirma Coty

Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch der US-Kosmetikfirma Avon soll die Parfümfirma Coty nun mit aller Kraft an die Börse gebracht werden. Dazu haben die Alteigentümer nun konkretere Pläne.

Das Schild von Coty am Firmensitz in New York. Quelle: dpa
Das Schild von Coty am Firmensitz in New York. Quelle: dpa

New YorkDie deutsche Milliardärsfamilie Reimann treibt den Börsengang ihrer Parfümfirma Coty voran. In einem ersten Schritt wollen die Alteigentümer Aktien im Wert von knapp 1,1 Milliarden Dollar (850 Mio Euro) an der New Yorker Börse verkaufen. Das geht aus dem am Dienstag aktualisierten Börsenprospekt hervor. Das einzelne Papier soll zwischen 16,50 und 18,50 Dollar kosten.

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Coty ist eine Größe in der Parfümindustrie. Das Unternehmen steht hinter Düften wie Calvin Klein, Madonna, Joop oder Heidi Klum. Zudem stellt die Firma Kosmetik und Körperpflegeprodukte her etwa unter den Marken Manhattan und Adidas. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 4,6 Milliarden Dollar.

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Coty war 2012 kurzzeitig ins Licht der Öffentlichkeit gerückt durch den letztlich gescheiterten Versuch, die US-Kosmetikfirma Avon zu übernehmen. Danach stießen die Eigentümer einen Börsengang von Coty an. Ein Chefwechsel und unruhige Märkte verzögerten das Vorhaben jedoch. Einen genauen Termin gibt es weiterhin nicht.

Hinter Coty steht die Familie Reimann mit Wurzeln in der Region Mannheim-Heidelberg. Ihre Holding JAB hält rund 82 Prozent der Anteile. Erst im April hatten die Reimanns angekündigt, den niederländischen Kaffeeröster und Senseo-Hersteller Master Blenders für rund 7,5 Milliarden Euro zu kaufen.

Der Ursprung des Imperiums geht auf eine von Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann Mitte des 19. Jahrhunderts aufgebaute Chemiefabrik in Ludwigshafen zurück. Noch heute hält die Familie eine Minderheitsbeteiligung an dem deutsch-britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser, der Clearasil, Kukident oder Calgon herstellt.

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