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Modekonzern: Benetton-Familie kauft Anteile von Minderheitsaktionären

Die Familie Benetton will wieder alleine das Sagen bei dem italienischen Modekonzern haben. Das Unternehmen verlässt das Parkett der Mailänder Börse. Und nun werden alle Anteile von Minderheitsaktionären gekauft.

Fußgänger vor einem Benetton-Laden. Quelle: dapd
Fußgänger vor einem Benetton-Laden. Quelle: dapd

MailandDie Familie Benetton will den italienischen Modekonzern neu aufstellen. Durch den Rückkauf der gesamten Anteile von Minderheitsaktionären erhalte das Management mehr Macht, um die Herausforderungen wie gestiegene Rohstoffkosten und eine schwächere Nachfrage der Verbraucher bewältigen zu können, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

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Zugleich kündigte die Familie an, den Minderheitsaktionären 4,60 Euro je Anteilsschein zu zahlen und damit insgesamt rund 280 Millionen Euro. Die Minderheitsaktionäre halten noch rund 33 Prozent der Unternehmensanteile. Wann der Rückkauf abgeschlossen sein soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Für das vergangene Jahr rechnet Benetton nun noch mit einem Nettogewinn von knapp über 70 Millionen Euro nach 102 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die Aussichten für das laufende Jahr werden eher skeptisch eingeschätzt.

Benetton betreibt zwar rund 6400 Geschäfte in aller Welt, hängt aber vor allem vom Erfolg auf seinem Heimatmarkt ab. Gegründet wurde das Unternehmen 1965 von Luciano Benetton und seinen Geschwistern. An die Börse ging es 1986.

Mangelnde Kaufkraft bei den Verbrauchern, steigende Preise und Sparmaßnahmen im Gefolge der Euro-Krise setzen dem Einzelhandel in Europa zu. In der Bekleidungsindustrie kommen für Ketten wie Benetton steigende Rohstoffpreise sowie die Auswirkungen des bislang ungewöhnlich warmen Winterwetters hinzu.

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