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Nach Unfällen: Bahn rüstet automatische Bremssysteme nach

Seit dem schweren Zugunglück Anfang 2011 hat die Bahn ihr Streckennetz fast flächendeckend mit automatischen Bremssystemen nachgerüstet. Für die letzten 3000 Kilometer ist eine Investition von 60 Millionen Euro geplant.

Die Unfallestelle des Zugunglücks bei Hordorf in Sachsen-Anhalt im Januar 2011. Quelle: dpa
Die Unfallestelle des Zugunglücks bei Hordorf in Sachsen-Anhalt im Januar 2011. Quelle: dpa

Magdeburg/LeipzigEin Jahr nach dem schweren Zugunglück in der Nähe von Magdeburg arbeitet die Deutsche Bahn mit Hochdruck an der Nachrüstung automatischer Bremssysteme. Von den bundesweit 33.700 Kilometern seien rund 30.000 Kilometer mit dem System abgesichert, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag in Leipzig. Für 3000 Kilometer sei eine Aufrüstung für etwa 60 Millionen Euro geplant, bei dem Rest handle es sich um abgelegene Strecken, die zum Beispiel ohnehin nur von einem Zug befahren würden.

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Die Strecke bei Hordorf in Sachsen-Anhalt ist seit dem Sommer mit dem System ausgestattet. Dort waren bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge im Januar 2011 zehn Menschen ums Leben gekommen. Automatische Bremsen können solche Unfälle verhindern.

Die Magdeburger Staatsanwaltschaft hat unterdessen den Lokführer des Unglückszuges von Hordorf angeklagt. Er soll sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht verantworten, bestätigte ein Sprecher des Gerichts mehrere Medienberichte.

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