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Netzausbau: Bevölkerung kann Stromtrasse mitfanzieren

Mit einem Pilotprojekt will der Netzbetreiber Tennet in Schleswig-Holstein für mehr Akzeptanz für den Netzausbau sorgen. Dort können sich die Bürger an der Finanzierung einer sogenannte Bürgerleitung beteiligen.

Private Anleger, am besten unmittelbar vom Bau der 380-Kilovolt-Leitung betroffene Bürger, können sich am Bau der sogenannten Bürgerleitung finanziell beteiligen. Quelle: SAP/dpa
Private Anleger, am besten unmittelbar vom Bau der 380-Kilovolt-Leitung betroffene Bürger, können sich am Bau der sogenannten Bürgerleitung finanziell beteiligen. Quelle: SAP/dpa

KielIn Schleswig-Holstein können sich Bürger künftig an der Finanzierung von Stromtrassen beteiligen. Noch in diesem Jahr soll eine sogenannte Bürgerleitung entstehen, wie der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) am Mittwoch in Kiel ankündigten. Dann könnten sich private Anleger an der geplanten Höchstspannungsleitung an der Westküste des windreichen Bundeslandes beteiligen.

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"Der Netzausbau gelingt nur, wenn wir die Menschen in der Region dabei mitnehmen", erklärte Albig. Nach der Entscheidung über das beschleunigte Verfahren zum Ausbau der Leitung zwischen Brunsbüttel und Niebüll sei die Bürgerleitung jetzt "ein weiterer Meilenstein, um die Energiewende im Land zügig umzusetzen".

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Da es um Akzeptanz für den Netzausbau gehe, sollten nur private Anleger Wertpapiere erwerben können, teilten Albig und Tennet-Geschäftsführer Lex Hartmann mit. Eine Mindestbeteiligung von voraussichtlich 1000 Euro solle das Projekt besonders für Kleinanleger aus der Region interessant machen. Zudem sollten Bürger, die unmittelbar vom Bau der 380-Kilovolt-Leitung betroffen seien, bevorzugt werden.

Schleswig-Holstein hat mit seinen windreichen Küstenregionen einen besonderen Stellenwert bei der Energiewende. Das Bundeskabinett hatte im Dezember den Bau von drei großen Stromautobahnen beschlossen. Diese sollen den im Norden erzeugten Windstrom in den Westen und Süden Deutschlands bringen.

  • 06.03.2013, 09:24 Uhrkschulz

    Entweder sind unsere Politiker unendlich bekloppt, unendlich unverschämt oder beides. Ich tendiere zu letzterem und schlage vor, die lauten Schreihälse gegen die Atomkraftwerke und deren Sympathisanten zur Kasse zu bitten.
    Wer die sogenannte Energiewende, wie sie hier betrieben wird will, der soll auch zahlen.

  • 30.01.2013, 22:30 Uhrlaberbacke

    Das wird für die Kleinanlager sicherlich so ein Flop wie damals die Telekom Aktie.
    Merke: Sobald eine Geldanlage von der Politik Wirtschaft und Presse propagiert wird- FINGER WEG ! (ich sage nur Riester- Rente)

  • 30.01.2013, 20:17 Uhrchritzz

    Viel interessanter ist doch,das ich als Stromkunde den''Ausbau der Netze'' seit Jahren als Preissteigerungsgrund serviert bekomme...erst vor wenigen Wochen klam ein erkleckliches Sümmschen dazu---wegen des Aus....ich kann es nicht mehr hören!! Und jetzt kaufen ''Kleinanleger'' Dinge die ich bezahle und schöpfen dann noch Gewinn an mir,der ich ''Abnehmer'' bin....sind die noch ganz dicht??Halten die uns wirklich für so bekloppt das wir das nicht Merken?...Fragen über Fragen

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