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Neue Marke „Hop!“: Air France bringt eigenen Billigflieger an den Start

Germanwings, Ryanair und Co. bekommen neue Konkurrenz: Die französische Fluggesellschaft Air France hat ihre eigenen Billig-Marke „Hop!“ gestartet. Flüge nach Deutschland sollen mitunter weniger als 60 Euro kosten.

Hop!-Chef Lionel Guerin (r.) and Air-France-Boss Alexandre de Juniac bei der Vorstellung der neuen Marke. Quelle: AFP
Hop!-Chef Lionel Guerin (r.) and Air-France-Boss Alexandre de Juniac bei der Vorstellung der neuen Marke. Quelle: AFP

ParisMit einer eigenen Billig-Marke „Hop!“ will die französische Fluggesellschaft Air France der preiswerten Konkurrenz die Stirn bieten. Die neue Linie, die vor allem Regionalflüge innerhalb Frankreichs sowie zu europäischen Zielen anbieten soll, werde ab dem 31. März täglich 530 Flüge zu 136 Zielen anbieten, teilte das Unternehmen am Montag in Paris mit. Die Flüge, darunter nach Deutschland, Ungarn oder Spanien, sollen ab 55 Euro für den Hinflug angeboten werden. Drei Regional-Fluglinien der Gruppe werden dazu zusammengelegt – Brit Air, Regional und Airlinair.

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Die Preise bei „Hop!“ liegen zwar etwas höher als bei der Billig-Konkurrenz, doch Air France setzt darauf, dass es ein größeres Streckennetz und mehr Flüge anbietet, was Hin- und Rückflüge am selben Tag ermöglicht. In Deutschland sollen die Flughäfen Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Hannover, Bremen und Nürnberg angeflogen werden.

Die größten europäischen Billigflieger

  • Platz 10

    Aer Lingus: 36 Flugzeuge

    Mit 36 Flugzeugen schafft es Aer Lingus in die Top Ten. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen 29 Airbus A320, drei A321 und vier A319. Ryanair hatte versucht, den irischen Konkurrenten zu übernehmen, die innerirische Übernahme wurde aber untersagt.

    Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 2/2013 (Stand: Herbst 2013). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

  • Platz 9

    Wizz Air: 45 Flugzeuge

    Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 45 Airbus A 320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

  • Platz 8

    Germanwings: 46 Flugzeuge

    Die Lufthansa-Tochter rückt in den Top Ten der europäischen Billigflieger weiter auf. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 46 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch bis ins Jahr 2014 weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

  • Platz 7

    Jet 2: 60 Flugzeuge

    Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 60 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 39 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an. Im Vergleich zum Frühjahr 2013 hat die Flotte an Maschinen zugelegt.

  • Platz 6

    Flybe: 63 Flugzeuge

    Die britische Airline Flybe betreibt mit 40 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 23 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

  • Platz 5

    Vueling: 69 Flugzeuge

    Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus 320. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

  • Platz 4

    Norwegian: 78 Flugzeuge

    Zu Norwegian gehören 78 Boeing 737, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

  • Platz 3

    Air Berlin: 87 Flugzeuge

    Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 38 Airbus A319, A320 und A321, 48 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.

    Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

  • Platz 2

    Easyjet: 195 Flugzeuge

    Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus 319 und 57 Airbus 320.

  • Platz 1

    Ryanair: 301 Flugzeuge

    Mit einer Flotte von mehr als 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Die neuen Regionalflüge sind ein Teil des Umstrukturierungsplans bei Air France, durch den bis 2015 rund zwei Milliarden Euro eingespart werden sollen. Derzeit verliert Air France mit seinem Regionalstrecken-Netz rund 160 Millionen Euro pro Jahr. Ziel ist es laut Unternehmenskreisen, im Jahr 2014 bei den Regionalflügen zu einem ausgeglichenen Ergebnis und später zu Gewinnen zu kommen.

  • 28.01.2013, 22:12 UhrInsider

    Air France bietet doch jetzt schon das "Paris Spezial" ab 98 Euro für den Hin und Rückflug an.

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