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Neue Tickets: Air France will die Holzklasse billiger machen

Mit einer neuen Economy-Klasse erhöht Air France den Druck auf die Lufthansa-Tochter Germanwings. Wer ohne Sitzplatzreservierung und Gepäckaufgabe fliegt, bekommt deutlich günstigere Tickets.

Kostenbremser: Air-France-Chef, Alexandre de Juniac, will die Ticketpreise senken. Quelle: dpa
Kostenbremser: Air-France-Chef, Alexandre de Juniac, will die Ticketpreise senken. Quelle: dpa

ParisAir France-KLM bietet künftig auch Billigtickets an. Auf Kurz- und Mittelstrecken kostet ein Flug dann 49 Euro, bisher ist ein Hinflug für 70 Euro zu haben. „Wir werden kein Billigflieger, wir bieten weiterhin die Servicequalität von Air France“, sagte dazu der Vorstandsvorsitzende Alexandre de Juniac am Montag in Paris .

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Verzichten müssen Fluggäste bei diesen Tickets auf eine Sitzplatzreservierung. Außerdem darf nur Handgepäck mitgeführt werden. Wird ein Koffer aufgegeben, kostet dies zwischen 15 und 30 Euro extra. Air France-KLM hofft, mit dem Angebot neue Kunden zu gewinnen.

Die größten europäischen Billigflieger

  • Platz 10

    Wizz Air: 42 Flugzeuge

    Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

    Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

  • Platz 9

    Jet 2: 49 Flugzeuge

    Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

  • Platz 8

    Germanwings: 55 Flugzeuge

    Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

  • Platz 7

    Flybe: 59 Flugzeuge

    Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

  • Platz 6

    Vueling: 72 Flugzeuge

    Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

  • Platz 5

    Air Berlin: 88 Flugzeuge

    Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
    Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

  • Platz 4

    Norwegian: 91 Flugzeuge

    Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

  • Platz 3

    HOP!: 102 Flugzeuge

    Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

  • Platz 2

    Easyjet: 197 Flugzeuge

    Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

  • Platz 1

    Ryanair: 297 Flugzeuge

    Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Vor allem das kürzlich die Lufthansa-Tochter könnte so einen weiteren starken Konkurrenten bekommen. Durch die Zusammenlegung des defizitären Billigairline Germanwings mit dem Europageschäft hatte die Lufthansa zuletzt einen neuen großen Billiganbieter aus der Taufe gehoben. Das seit Jahren Europa-Geschäft soll 2015 wieder operativ schwarze Zahlen schreiben, bekräftigte die Lufthansa. Durch die Integration des Lufthansa-Europageschäfts verdreifacht sich die Flotte von Germanwings von 30 auf rund 90 Flugzeuge. 18 Millionen Passagiere will die Airline künftig pro Jahr transportieren.

Air France-KLM verhandelt nach eigenen Angaben nicht über eine Übernahme der strauchelnden italienischen Fluggesellschaft Alitalia. Es gebe derzeit keine Gespräche über den Kauf von Anteilen, sagte Air-France-Chef Alexandre de Juniac am Montag. Zuvor hatte die italienische Zeitung „Il Messagero“ von fortgeschrittenen Verhandlungen berichtet.

Seit vier Jahren hält die französisch-niederländische Fluglinie ein Viertel an Alitalia. Der Zeitung zufolge würde Europas größte Fluggesellschaft nun für die restlichen Anteile einen Aufschlag von 20 Prozent zahlen auf den Preis, den eine Gruppe von italienischen Investoren 2008 für ihre Alitalia-Aktien aufbringen musste. Derzeit wird Alitalia von der Investorengruppe CAI kontrolliert, die die insolvente Fluglinie 2008 übernommen hatte.

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Damals hatte Air France Interesse an einer Komplettübernahme angemeldet, war jedoch am Widerstand der italienischen Regierung gescheitert. Eine Halteperiode für die CAI-Investoren endet am 12. Januar, so dass sie dann Optionen auf ihre Aktien handeln können. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Trotz Dementis schlossen die Air-France-Papiere 3,6 Prozent im Plus. Auch die Anteilsscheine der anderen Alitalia-Investoren gehörten zu den Gewinnern.

Die Holdinggesellschaft IMMSI, die sieben Prozent hält, gewann mehr als 18 Prozent. Die Titel von Intesa Sanpaolo, die mit 8,9 Prozent beteiligt sind, legten 1,6 Prozent zu. Auch die Holdinggesellschaft IMMSI dementierte Verkaufsgespräche. Es gebe keine Verhandlungen mit dem Ziel einer Veräußerung, erklärte IMMSI am Abend. Die anderen CAI-Investoren wie auch Alitalia waren zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Im Mai 2012 hatte Air France-KLM angekündigt, ihre Option zur Übernahme der Kontrolle voraussichtlich frühestens 2014 wahrzunehmen. Alitalia ist im dritten Quartal mit einem Gewinn von 27 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

 

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