
ParisAir France-KLM bietet künftig auch Billigtickets an. Auf Kurz- und Mittelstrecken kostet ein Flug dann 49 Euro, bisher ist ein Hinflug für 70 Euro zu haben. „Wir werden kein Billigflieger, wir bieten weiterhin die Servicequalität von Air France“, sagte dazu der Vorstandsvorsitzende Alexandre de Juniac am Montag in Paris .
Verzichten müssen Fluggäste bei diesen Tickets auf eine Sitzplatzreservierung. Außerdem darf nur Handgepäck mitgeführt werden. Wird ein Koffer aufgegeben, kostet dies zwischen 15 und 30 Euro extra. Air France-KLM hofft, mit dem Angebot neue Kunden zu gewinnen.
Transavia: 36 Flugzeuge
Die niederländische Tochter von Air France-KLM ist neu in den Top Ten. Die Flotte besteht komplett aus der Boeing 737.
Aer Lingus: 37 Flugzeuge
Mit 37 Flugzeugen schafft es Aer Lingus in die Top Ten. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen 32 Airbus 320, drei A321 und zwei A319. Ryanair hat versucht, den irischen Konkurrenten zu übernehmen - der wehrt sich bisher jedoch erfolgreich.
Wizz Air: 39 Flugzeuge
Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.
Jet2: 46 Flugzeuge.
Die britische Billig-Airline Jet2 gibt es erst seit 2002, trotzdem hat sie mit 46 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billigairlines. Mit seinen 32 Boeing 737-Maschinen, 13 Boeing 757 und einem Airbus A319 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.
Vueling: 59 Flugzeuge
Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus 320. Neben acht Basen in Spanien hat Vueling auch in Parlis-Orly, Toulouse, Amsterdam und Florenz Flugzeuge und Personal stationiert.
Norwegian: 64 Flugzeuge
Zu Norwegian gehören 64 Boeing 737, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört zu den großen im europäischen Luftraum.
Flybe: 65 Flugzeuge
Die britische Airline Flybe betreibt mit 44 Maschinen die größte Flotte an Bombardier DashQ8-400 Maschinen weltweit. Flybe hat seinen Sitz in Southhampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.
Air Berlin: 98 Flugzeuge
Auch Air Berlin gilt inzwischen als Low-Cost-Airline. Die Fluggesellschaft hat 40 Airbus A319, A320 und A321 sowie 58 Boeing 737 in der Flotte.
Easyjet: 193 Flugzeuge
Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der Flotte gehören 145 Airbus 319 und 48 Airbus 320.
Ryanair: 294 Flugzeuge
Mit einer Flotte von fast 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren im März 2013 175 neue Flugzeuge bestellt.
Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 2/2012 (Stand: Sommer 2012)
Vor allem das kürzlich die Lufthansa-Tochter könnte so einen weiteren starken Konkurrenten bekommen. Durch die Zusammenlegung des defizitären Billigairline Germanwings mit dem Europageschäft hatte die Lufthansa zuletzt einen neuen großen Billiganbieter aus der Taufe gehoben. Das seit Jahren Europa-Geschäft soll 2015 wieder operativ schwarze Zahlen schreiben, bekräftigte die Lufthansa. Durch die Integration des Lufthansa-Europageschäfts verdreifacht sich die Flotte von Germanwings von 30 auf rund 90 Flugzeuge. 18 Millionen Passagiere will die Airline künftig pro Jahr transportieren.
Air France-KLM verhandelt nach eigenen Angaben nicht über eine Übernahme der strauchelnden italienischen Fluggesellschaft Alitalia. Es gebe derzeit keine Gespräche über den Kauf von Anteilen, sagte Air-France-Chef Alexandre de Juniac am Montag. Zuvor hatte die italienische Zeitung „Il Messagero“ von fortgeschrittenen Verhandlungen berichtet.
Seit vier Jahren hält die französisch-niederländische Fluglinie ein Viertel an Alitalia. Der Zeitung zufolge würde Europas größte Fluggesellschaft nun für die restlichen Anteile einen Aufschlag von 20 Prozent zahlen auf den Preis, den eine Gruppe von italienischen Investoren 2008 für ihre Alitalia-Aktien aufbringen musste. Derzeit wird Alitalia von der Investorengruppe CAI kontrolliert, die die insolvente Fluglinie 2008 übernommen hatte.
Damals hatte Air France Interesse an einer Komplettübernahme angemeldet, war jedoch am Widerstand der italienischen Regierung gescheitert. Eine Halteperiode für die CAI-Investoren endet am 12. Januar, so dass sie dann Optionen auf ihre Aktien handeln können. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Trotz Dementis schlossen die Air-France-Papiere 3,6 Prozent im Plus. Auch die Anteilsscheine der anderen Alitalia-Investoren gehörten zu den Gewinnern.
Die Holdinggesellschaft IMMSI, die sieben Prozent hält, gewann mehr als 18 Prozent. Die Titel von Intesa Sanpaolo, die mit 8,9 Prozent beteiligt sind, legten 1,6 Prozent zu. Auch die Holdinggesellschaft IMMSI dementierte Verkaufsgespräche. Es gebe keine Verhandlungen mit dem Ziel einer Veräußerung, erklärte IMMSI am Abend. Die anderen CAI-Investoren wie auch Alitalia waren zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Im Mai 2012 hatte Air France-KLM angekündigt, ihre Option zur Übernahme der Kontrolle voraussichtlich frühestens 2014 wahrzunehmen. Alitalia ist im dritten Quartal mit einem Gewinn von 27 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.