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Neue Verbote: Werbung wird ehrlicher

Die Schonfrist ist vorbei: Ab Mitte Dezember werden Werbeslogans ganz genau unter die Lupe genommen. Der Europäische Gerichtshof hatte die Regelung bereits 2006 auf den Weg gebracht.

Der Seifenhersteller Dove warb vor Jahren einmal nicht mit Modells, sondern Privatpersonen. Das Unternehmen wollte so ehrlicher werben. Quelle: dpa
Der Seifenhersteller Dove warb vor Jahren einmal nicht mit Modells, sondern Privatpersonen. Das Unternehmen wollte so ehrlicher werben. Quelle: dpa

Verbraucher sind ab Mitte Dezember besser vor irreführender Werbung auf Lebensmitteln geschützt. Ein Produkt darf dann nur noch als für die Gesundheit förderlich beworben werden, wenn die Angaben zuvor ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das teilte das Bundesverbraucherministerium am Dienstag in Berlin mit. Am 14. Dezember endet eine Übergangsfrist, in der Angaben zugelassen waren wie beispielsweise: "Eisen trägt zu einer Reduktion übermäßigen Haarausfalls bei."

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: "Verbraucher müssen sich auf gesundheitsbezogene Angaben verlassen können: Was auf der Verpackung steht, muss auch stimmen." Erlaubt sind künftig Angaben wie: "Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt" oder "Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei".

Ab Mitte Dezember gilt: Gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln sind grundsätzlich verboten, es sei denn, sie sind von der Europäischen Kommission zugelassen. Voraussetzung für diese Zulassung ist der wissenschaftliche Nachweis der behaupteten Wirkung und eine positive Bewertung dieses Nachweises durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Die Liste, die ständig erweitert wird, enthält bislang 500 Hauptangaben, die wiederum zu den 222 nun zugelassenen Angaben zusammengefasst wurden. Noch steht nach Angaben des Ministeriums die Prüfung von rund 2.000 Angaben zu pflanzlichen Stoffen sowie zu etwa 200 anderen Stoffen aus, unter anderem zu verschiedenen Mikroorganismen.

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