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Wohl kein Pferdefleisch nach Deutschland importiert

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Ermittlungen gegen Findus

Die schwedische Lebensmittelaufsicht ermittelt mittlerweile gegen den Tiefkühlkonzern Findus. Die Behörde teilte am Sonntag mit, man wolle vor weiteren Schritten wie einer möglichen Einschaltung der Polizei den Umfang dieses Betrugs mit Lebensmitteln klären. Die Sprecherin Mona-Lisa Dahlbom-Wiedel sagte: „Rindfleisch durch billiges Pferdefleisch zu ersetzen, ist ein Verbrechen.“

Findus hatte Mitte der Woche die Behörden darauf aufmerksam gemacht, dass in einem eigenen Lasagneprodukt Pferdefleisch statt des eigentlich deklarierten Rindfleisches entdeckt worden sei. Das Unternehmen hat nach Medienangaben in Schweden etwa 20 000 Packungen aus Supermärkten zurückgerufen. Findus-Sprecher Jari Latvanen sagte im Rundfunksender SR, sein Unternehmen habe Anzeige gegen den französischen Lieferanten Comigel erstattet.

In Frankreich nahmen sechs Supermarktketten als Reaktion auf den Eklat Lasagne und andere Fertiggerichte aus dem Sortiment, berichtete der Radiosender France Info. Dabei handelt es sich demnach um Produkte von Comigel und Findus. „Wir sind betrogen worden. Es gibt zwei Opfer in dieser Affäre: Findus und den Konsumenten“, teilte Matthieu Lambeaux von Findus Frankreich mit.

Das Unternehmen Comigel teilte dem Radiobericht zufolge mit, es habe das Fleisch in gutem Glauben vom französischem Zulieferer Spanghero gekauft. Dieser wiederum weist auf einen rumänischen Zuliefer.

Rumäniens Staatschef Traian Basescu äußerte sich besorgt um das Image seines Landes. Das EU-Land Rumänien werde „für viele Jahre an Glaubwürdigkeit verlieren“, sollte sich herausstellen, dass rumänische Lieferanten falsche Angaben über das Fleisch gemacht hätten.

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Landwirtschaftsminister Daniel Constantin hatte eine Untersuchung zweier verdächtiger Schlachthöfe angeordnet. Einer dieser Betriebe sei vermutlich nicht der Etikettenschwindler, weil er ausschließlich Pferdefleisch in EU-Länder liefere - und dies offen und offiziell, erklärte das Ministerium. Mit einem abschließenden Untersuchungsbefund sei an diesem Montag zu rechnen.

  • 11.02.2013, 10:40 Uhrvirgilbestea

    Lieber Ludwig500,

    der Begriff Finanzheuschrecken ist Ihnen bekannt? Dann können Sie sich vorstellen, wie es möglich sein kann, dass über die Grenze hinaus dieses Fleisch trotz Kontrolle nach Europa geliefert wurde? Warum die Franzosen noch nicht die Nummer der Lieferung gefunden haben. Auf der rumänischen Seite steht doch klar, dass die exportierte Ware nach der Kontrollnummer abgegrenzt wurde, bleibt nur abzuwarten, ob auch in dem Land des Sonnenkönigs die Glückzahl gefunden wird :-) Bis zu dem Zeitpunkt kann man nur von Pferd erzählen. Übrigens, wollen Sie erfolgreich sein, empfehle Ihnen eine Feldforschung, neben Marktforschung. So könnte man richtig die Nase vorne haben :-)

  • 11.02.2013, 10:22 UhrRecovery

    Zur Aufklärung:

    FSA bedeutet in diesem Fall = Food Standard Authority

    nicht zu verwechseln mit

    FSA = Financial Services Authority

    Vielleicht hätte der Autor das im ersten Moment mal ausschreiben sollen. Mal ganz davon abgesehen ist es eine grosse Schweinerei was da passiert ist. Aber die Menschheit ist selber schuld, wir spielen mit dieser Geiz-ist-geil-Mentalität in die Karten dieser skrupellosen Geschäftemacher.

  • 11.02.2013, 09:54 UhrHengist

    Eine Tragödie wie aus dem Historiengemälde: Germanen (Engländer) essen romanisches (französisches/rumänisches) Pferdefleisch. Ohne dass sie es wissen. Ist doch gesund, sagen diese Gallier. Betrug! Fleisch vom heiligen Tier, zürnen die Germanen.

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