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28.11.2007 

Die Unsicherheit um die Zukunft Iberias ist mit dem Schachzug von Caja Madrid aber noch nicht beendet. Denn trotz der Beteuerungen der Sparkasse, ihre Anteile nun nicht mehr verkaufen zu wollen, gehen Beobachter davon aus, dass Caja Madrid in einigen Monaten durchaus einem attraktiven Angebot nicht abgeneigt gegenüber stehen dürfte. Iberia gehört nicht zum Kerngeschäft der Sparkasse, die dabei ist, ihr Bankgeschäft kräftig auszubauen. Schließlich war Caja Madrid erst durch den jüngsten Verkauf ihrer Endesa -Anteile in der Lage gewesen, die Beteiligung an Iberia aufzustocken.

Aber Iberia ist jetzt in einer bequemeren Situation. In den vergangenen Monaten musste die viertgrößte europäische Fluggesellschaft auf die Entscheidung des bisherigen größten Aktionärs British Airways warten, von dem bekannt war, dass er seine Anteile weder aufstocken konnte noch wollte. Den Briten ging es nur darum, die Kooperation mit dem One-World -Partner Iberia auf den Strecken zwischen Großbritannien und Spanien beizubehalten und sich die Option auf eine eventuelle größere Operation in ferner Zukunft offen zu halten.

Das entsprach nicht den Wünschen der Iberia -Führung, die explizit angekündigt hatte, Teil der Konsolidierung auf dem europäischen Flugmarkt werden zu wollen. Iberia hat auf einen preistreibenden Bieterwettbewerb der drei großen Gesellschaften Lufthansa, Air France/KLM und British Airways gewartet, der aber nie in Gang gekommen ist.

Iberia hat gerade die besten Quartalsergebnisse ihrer Geschichte vorgelegt, das Unternehmen ist stabil und hat keine Eile, ebenso wie Caja Madrid. Im Frühjahr, nach den Parlamentswahlen in Spanien, dürften die Karten indes wieder neu gemischt werden.

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