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Öffentliche Verkehrsmittel: Fahrkarten werden im nächsten Jahr teurer

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet für 2013 mit einem Preisanstieg von rund 3,5 Prozent. Nicht zuletzt die gestiegenen Kraftstoffpreise sind der Grund. Und das müssen die Kunden ausbaden.

Nahverkersbusse in Wiesbaden. Quelle: dpa
Nahverkersbusse in Wiesbaden. Quelle: dpa

BerlinBahn- und Busfahren wird im kommenden Jahr vielerorts erneut teurer. Bereits zur Jahresbeginn erhöhe eine Reihe großer Verkehrsverbünde die Fahrkartenpreise um teils deutlich über drei Prozent, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag in Berlin. Auf das Gesamtjahr 2013 gesehen sei deutschlandweit mit Preiserhöhungen von durchschnittlich drei bis 3,5 Prozent zu rechnen.

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Hintergrund der Preiserhöhungen seien gestiegene Kosten für Kraftstoffe, Energie und Personal, sagte VDV-Sprecher Lars Wagner. "Gerade die Energiekosten sind deutlich überproportional im Vergleich zu Löhnen und Gehältern gestiegen." Den öffentlichen Verkehrsunternehmen machten vor allem auch die Preiserhöhungen beim Diesel zu schaffen. Hier habe es teils zweistellige prozentuale Steigerungen gegeben. Auch Strom werde durch die Energiewende teurer.

Die gestiegenen Kosten würden die öffentlichen Verkehrsanbieter in Form höherer Ticketpreise an die Fahrgäste weitergeben, sagte Wagner. "Wir sagen ganz offen und ehrlich, dass wir die durch die Kostenexplosion verursachten Zusatzausgaben an unsere Kunden weitergeben müssen." Hierzu bestehe die "Notwendigkeit". Neben den Energiekosten seien auch Löhne und Gehälter deutlich gestiegen.

"Wohl keines unserer Mitgliedsunternehmen wird die Zusatzkosten aber 1:1 weitergeben", sagte Wagner. Preise im öffentlichen Nahverkehr würden "auch durch die Kommunalpolitik mitbestimmt". Es handle sich deswegen um "politische Preise". Bereits in diesem Jahr seien die Preise im öffentlichen Nahverkehr in etwa um dreieinhalb Prozent gestiegen, sagte VDV-Sprecher Wagner.

Zum Jahreswechsel will der Hamburger Verkehrsverbund seine Preise um 3,5 Prozent anheben. Ebenfalls zum neuen Jahr werden im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Tickets im Schnitt um 3,9 Prozent teurer. Schon zum 9. Dezember plant der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund eine Preisanhebung um 3,7 Prozent. Der VDV vertritt die Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs.

 

  • 27.11.2012, 17:12 UhrGeneral-Investigation

    Es ist nur logisch das die Kunden den Mehrpreis beim Treibstoff auffangen müssen, so ist es auch logisch, das Lebensmittel und andere Waren teurer werden, weil die Speditionen die Mehrkosten umlegen müssen. Soweit, so gut.

    Doch das die Bahn regelmäßig teurer wird und die erbrachte Leistung immer weiter nachlässt,ist nicht akzeptabel! Nicht nur, das Züge stets und ständig Verspätungen haben oder sogar kurzfristig ganz ausfallen - ohne Vorwarnung - ist das eine, das dann noch die modernsten Züge der bahn, die ICE, reinster Edelschrott sind und sich immer noch nichts geändert hat, ist dann schon Sarkasmus im Zusammenhang mit der Erhöhung.

    Aber vermutlich muss sich der Vorstand mal wieder die Einkünfte erhöhen; hartmut Mehdorn hat es ja vorgemacht: 650% innerhalb von 4 Jahren. Aber für das Geld hat er keinerlei Leistung gezeigt, die er übrigens nun beim Flughafen Berlin / Brandenburg wieder einmal deutlich präsentiert.

    Die Deutsche Bahn hat mich schon vor über 10 Jahren als Kunden verloren, denn einzig und alleine die Türen klappen, sonst nichts. Wenn Zug fahren, dann mit den Privatbahnen, die schaffen es sogar pünktlich zu sein.

  • 27.11.2012, 23:51 UhrSteuerKlasseEins

    Es gab einmal eine Zeit, in der das Ziel war, von fossilen Treibstoffen unabhängiger zu werden. Also baute man Kohle- und Atomkraftwerke, und förderte die Elektrifizierung von Transport und Heizung als Alternative zum teuren Benzin/Heizöl. Während Frankreich in dieser Hinsicht schon sehr weit fortgeschritten ist, wird in Deutschland mit dem Begriff "Energiewende", die den Strom systematisch verteuert und Atomkraft verteufelt, die Rückkehr zu puren fossilen Energien, mit all ihren Nachteilen, zementiert.
    Warum soll man mit der Bahn oder mit einem Elektroauto fahren, wenn der Strom ohnehin mit fossilen Energien erzeugt wird? Die Erneuerbaren? Jeder Techniker weiß, daß diese praktisch keinen brauchbaren Strom liefern und eine pure Subventionserscheinung sind.

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