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Passagierzahlen: Briten helfen der Lufthansa

Mitten in der Branchenkrise hat die Lufthansa im Juli einen deutlichen Passagierzuwachs um zwölf Prrozent verbucht. Allerdings liegt dies fast ausschließlich an der übernommenen Fluglinie British Midland, deren Daten erstmals mitzählen. Sorgen macht der Lufthansa weiter das Cargo-Segment.

Maschinen der Lufthansa auf dem Münchener Flughafen. Quelle: ap
Maschinen der Lufthansa auf dem Münchener Flughafen. Quelle: ap

HB FRANKFURT. Die Lufthansa hat im Juli durch die Übernahme von British Midland (BMI) einen deutlichen Passagierzuwachs verbucht. Die Zahl der Fluggäste stieg konzernweit um gut zwölf Prozent auf 7,21 Millionen, wie die größte deutsche Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte.

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BMI zählte im Juli 757 000 Gäste. Die Lufthansa hatte im Juni vereinbart, dass sie ihren Anteil von rund 30 schrittweise auf 80 Prozent erhöht. Seit Anfang Juli werden die bmi-Passagierzahlen nun komplett in die Konzernbilanz aufgenommen.

Aber auch das Geschäft unter der Marke Lufthansa selbst (Lufthansa AG, Regionalpartner und Lufthansa Italia) wies ein leichtes Passagierplus von 0,3 Prozent auf. Hintergrund ist hier, dass im Vorjahresmonat massive Streiks den Verkehr behindert hatten. Positiv entwickelte sich auch die für den Gewinn des Unternehmens wichtige Auslastung der Sitzplätze. Sie lag im Juli konzernweit bei 83,1 Prozent und damit 0,4 Punkte über dem Vorjahresmonat. In den ersten sieben Monaten 2009 zusammengerechnet lag die Auslastung bei 76,6 Prozent und damit noch 2,4 Punkte unter dem Vorjahreszeitraum.

Anfang des Jahres waren die Passagierzahlen im Konzern wegen der Wirtschaftskrise fast zweistellig eingebrochen. Lufthansa hatte daraufhin Kapazitäten weiter reduziert und neue Sparprogramme aufgelegt. Für die ersten sieben Monate zusammen weist der Konzern nun einen Passagierrückgang um 2,1 Prozent auf 40,4 Millionen Gäste aus.

Im Cargo-Segment blieb die Nachfrage schwach. Für Juli wurde für Lufthansa Cargo ein Frachtrückgang um 4,8 Prozent auf 135 000 Tonnen ermittelt. Allerdings wurde hier schon im Juli vergangenen Jahres ein Minus von 7,5 Prozent berichtet. Für die ersten sieben Monate 2009 zusammen ergibt sich nun ein Fracht-Rückgang um 18 Prozent. Die Luftfrachtentwicklung gilt als Frühindikator der Weltkonjunktur.

Nicht in den Konzernzahlen enthalten ist die Lufthansa-Tochter Germanwings, die im Juli rund 725 000 Passagiere zählte. Das bedeutet einen Rückgang um 7,8 Prozent. Auch die Gesellschaften Austrian Airlines und Brussels Airlines, die in den Lufthansa-Konzern integriert werden sollen, sind in den Konzernzahlen noch nicht enthalten.

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