
HB FRANKFURT. Celesio erreichte damit aber seine selbstgesteckten Ziele. In lokaler Währung verbesserte sich das Ergebnis um 1,5 Prozent. Nach dem starken internationalen Wachstum der vergangenen Jahre habe sich das Kerngeschäft als in einem wirtschaftlich sehr schwierigen Umfeld als erfreulich robust und stabil erwiesen, erklärte Vorstandschef Fritz Oesterle am Dienstag. „Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist im schwersten Krisenjahr der Nachkriegszeit durchaus ein Erfolg.“
Darüber hinaus habe das Unternehmen wichtige Weichen für seiner Weiterentwicklung gestellt. „Mit unserem Wachstumsprogramm Agenda 2015 wollen wir bis Ende 2015 unser Ebitda auf über 1 Milliarde Euro steigern. Erste Maßnahmen haben wir bereits 2009 umgesetzt.“
Der Jahresüberschuss stieg bereinigt um millionenschwere Abschreibungen minimal um 0,1 Prozent auf 268,7 Mio. Euro. Der Umsatz verbesserte sich um 1,6 Prozent auf 21,497 Mrd. Euro. Währungsbereinigt gab es ein Plus von 4,6 Prozent. Die Aktionäre sollen eine um zwei Cent auf 50 Cent erhöhte Dividende erhalten.
Für das laufende Jahr zeigte sich der vom Haniel-Konzern kontrollierte Pharmagroßhändler zuversichtlich. Als einen Grund nannte Celesio, die Anhebung der Arzneimittelpreise in Brasilien zum 1. April und die guten Wachstumsprognosen für die Wirtschaft des südamerikanischen Landes. „Dies bestätigt einmal mehr, dass der Einstieg in den brasilianischen Markt goldrichtig war“, erklärte Oesterle. Celesio hatte im vergangenen Jahr die Mehrheit am brasilianischen Pharmagroßhändler Panpharma erworben.
Celesio rechnet damit, dass das operative Ergebnis auf Eurobasis im 175. Jahr der Unternehmensgeschichte über dem Niveau von 2009 liegen wird. „Wir sehen uns also im Jahr 2010 nicht nur auf Linie mit unserer Agenda 2015, sondern wieder in der Erfolgsspur vergangener Jahre“, erklärte Oesterle. Der Celesio-Konzern ist in 26 Ländern aktiv und beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 46 000 Mitarbeiter.