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03.03.2008 
Massenentlassungen

Pin entlässt ein Viertel der Beschäftigten

Der angeschlagene Postdienstleister PIN hat bisher insgesamt ein Viertel seiner 11 400 Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit geschickt.

Die Insolvenz von Pin kostet dem Briefdienstleister Tausende von Arbeitsplätzen. Foto: rtr.Lupe

Die Insolvenz von Pin kostet dem Briefdienstleister Tausende von Arbeitsplätzen. Foto: rtr.

HB KÖLN. Betroffen seien 2770 Mitarbeiter, sagte der Vorstandsvorsitzende der Pin Group AG S.A., Horst Piepenburg, am Montag in Köln. 500 Arbeitsplätze seien durch den Verkauf von drei Tochtergesellschaften definitiv gerettet.

Für 8000 Mitarbeiter werde eine Investorenlösung gesucht. „Wenn uns das nicht gelingt, sind sämtliche Arbeitsplätze bedroht“, sagte der Sanierungsexperte. Bis Mitte April solle über das endgültige Schicksal der Gruppe Klarheit herrschen.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst rasch eine Sanierung der PIN-Gruppe im Sinne einer „großen Lösung“ herbeizuführen“, sagte Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler. Dies bedeute den Verkauf der gesamten Gruppe an einen Investor. „Wir wollen einen leistungsfähigen Konkurrenten für die Deutsche Post erhalten.“

Von ursprünglich 38 Interessenten prüften nun drei ernsthaft die Voraussetzungen für eine Gesamtübernahme. „Das bedeutet immerhin, dass drei Interessenten Kosten in die Hand nehmen für den weiteren Prozess“, sagte Piepenburg. „Gelingt ein Abschluss mit einem der Interessenten, sehen wir gute Chancen für den ganz überwiegenden Teil der Arbeitsplätze in der Gruppe.“

Parallel zu diesen Verhandlungen liefen aber auch Gespräche für regionale oder lokale Lösungen mit zahlreichen Interessenten, darunter auch mehreren Zeitungsverlagen. Dies beeinträchtige aber nicht die angestrebte Gesamtlösung. Drei Tochtergesellschaften - in Emsdetten, München und Magdeburg - mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern seien bereits verkauft worden, so dass diese Arbeitsplätze gerettet seien.

Die Pin Group hat für insgesamt 39 von 120 Niederlassungen sowie für die Luxemburger Holding Insolvenzantrag gestellt. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben zwölf der Töchter ihren Betrieb eingestellt, weil die Zahlung des Insolvenzgeldes auslief. Falls sich ein Investor findet, sei es nicht ausgeschlossen, dass gekündigte Mitarbeiter wieder eingestellt würden, sagte Piepenburg.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Post-Mindestlohn steht auf dem Prüfstand

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