31.03.2008

Postdienstleister: Pin Group streicht noch einmal 2 200 Jobs

Mindestens 2 200 weitere Beschäftigte des angeschlagenen Postdienstleisters Pin Group haben ihren Job verloren. Bei über 20 insolventen Gesellschaften der Gruppe lief am Montag die Zahlung des Insolvenzgeldes aus. Das bestätigte ein Sprecher von Insolvenz-Verwalter Andreas Ringstmeier dem Handelsblatt.

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Im Sommer 2007 war ein Pin-Zusteller in Gelsenkirchen noch für das Unternehmen auf Tour. Foto: apLupe

Im Sommer 2007 war ein Pin-Zusteller in Gelsenkirchen noch für das Unternehmen auf Tour. Foto: ap

DÜSSELDORF. Für neun Tochterfirmen ist nach Informationen des Handelsblatts die Schließung bereits sicher. Betroffen sind außer den Pin-Töchtern in Brakel (523 Beschäftigte), Hamm (517), Soest (190), Neumünster (86), Lübeck (264) und Passau (145) auch die Pin-Firmen in Frankfurt (130), Ingolstadt (123) und zum Teil in Hamburg (150 im Bereich adressierte Briefzustellung von 170).

Das Schicksal der übrigen gut zehn insolventen Töchter mit mehr als 2 000 Beschäftigten war noch ungewiss und sollte sich laut eines Sprechers von Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier erst am Montagabend entscheiden. Für einige Standorte liefen Verhandlungen mit Investoren. Es sei aber davon auszugehen, dass noch weitere Töchter schließen müssten, sagte der Sprecher.

Zuvor hatte Pin bereits 2 770 von ursprünglich 11 400 Beschäftigten gekündigt. Die Pin Group hatte für insgesamt 39 ihrer 120 Töchter sowie für die Luxemburger Holding Insolvenzanträge gestellt. Zwölf Unternehmen der Gruppe hatten bereits Ende Februar ihren Betrieb eingestellt. Allerdings hatte Ringstmeier damals auch drei Verkäufe melden können. So konnten bei der BMZ Briefzentrum Münsterland rund 60 Arbeitsplätze, bei der Pin Mail Magdeburg 290 und bei der Pin Mail München 160 Arbeitsplätze erhalten werden.

Für die nicht insolventen Unternehmen strebt Insolvenzverwalter Bruno Kübler nach wie vor eine „große Lösung“ an, sagte ein Sprecher. Es werde nach wie vor mit drei Interessenten über den Verkauf großer Teile der Gruppe verhandelt.

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