
LissabonIm Bieterwettbewerb um die staatliche portugiesische Fluglinie TAP ist nur noch der lateinamerikanische Konzern Synergy Aerospace im Rennen. Wie die portugiesische Regierung am Donnerstag bekanntgab, zog das brasilianische Unternehmen als einziger von 13 ursprünglichen Interessenten in die zweite Runde der Privatisierung ein. Über den möglichen Verkaufspreis hielt sich der Staatssekretär für Verkehrswesen, Sergio Monteiro, allerdings zunächst bedeckt.
Die portugiesische Regierung hat eine Reihe von Verkaufsbedingungen gestellt. So muss etwa der TAP-Hauptsitz in Lissabon beibehalten werden. Die staatliche Fluggesellschaft hatte 2011 einen Verlust im Umfang von 76,8 Millionen Euro hinnehmen müssen. Ihr Schuldenberg betrug 1,2 Milliarden Dollar.

So ändern sich die Zeiten. Vor 10 Jahren hätte dies niemand auch nur ansatzweise vermutet. Die arroganten Portugiesen (gegenüber Brasilianern) müssen ganz kleine Brötchen backen. Ein kleiner Vorgeschmack, was Europa gegenüber Schwellenländern erwartet, wenn es seine Probleme nicht in den Griff bekommt.
Schade nur das der Sitz in Lissabon bleiben soll. Der Airport Lissabon mit all den TAP-Angestellten stellt eine einzige Servicewüste dar.
Andererseits ein Brückenkopf für Brasilien im Expansionskurs auf dem europäischen Kontinent.
Parabens Brasil!
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