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Praktiker: Ergebnis bricht um mehr als 90 Prozent ein

Die Baumarktkette Praktiker hat im dritten Quartal ihre Lager geräumt - das Ergebnis ging damit nochmals zurück. Die Kunden lassen sich auch vom neuen Werbestar Boris Becker nicht in die Läden locken.

Praktiker-Baumarkt in einem Einkaufs-Center bei Halle Quelle: AP
Praktiker-Baumarkt in einem Einkaufs-Center bei Halle Quelle: AP

FrankfurtDie Räumung übervoller Lager hat den Ergebnisrückgang beim krisengeschüttelten Baumarktkonzern Praktiker im dritten Quartal beschleunigt. Nur mit hohen Rabatten konnte die Baumarktkette im Sommer Waren losschlagen, auf denen sie im Frühling wegen des bereits damals unerwartet schlechten Geschäfts sitzen geblieben war. Wie Praktiker mitteilte, brach das um Restrukturierungskosten bereinigte operative Ergebnis (Ebita) um mehr als 90 Prozent auf 3,5 Millionen Euro ein.

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Analysten hatten ein bereinigtes Ebita von knapp acht Millionen Euro erwartet. Im Vorquartal hatte der Rückgang 36 Prozent betragen. Der Umsatz ging von Juli bis September allerdings nicht mehr so stark zurück wie im ersten Halbjahr. Auch infolge eines schwachen Auslandsgeschäfts in Griechenland, Rumänien und Bulgarien sanken die Erlöse um 7,3 Prozent auf 844 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr belief sich der Rückgang noch auf 9,2 Prozent. Unter dem Strich rutschte Praktiker bereits wie in den Vorquartalen in die roten Zahlen: Der Verlust betrug 26 Millionen Euro.

Der Vorstand traute sich auch zwei Monate vor Jahresende keine genaue Geschäftsprognose zu. Das Management rechne damit, dass die Entwicklung von Umsatz und Ertrag bis Jahresende den Tendenzen der ersten neun Monate folge und damit die Vorjahreswerte deutlich unterschritten würden, hieß es lediglich. Praktiker hatte seine unprofitablen 20-Prozent-Rabattaktionen abgeschafft und setzt statt dessen auf mehr Service und ein übersichtlicheres Sortiment.

Die im April gestartete Werbekampagne mit dem früheren Tennisstar Becker kam jedoch bei den Kunden bisher nicht an. Der langjährige Vorstandschef Wolfgang Werner hatte deshalb die mittelfristigen Geschäftsziele aufgegeben und war zurückgetreten. An der Konzernspitze steht seit Anfang Oktober der frühere Karstadt-Sanierer Thomas Fox.

  • 27.10.2011, 18:37 UhrAnonymer Benutzer: Hansen

    Schon längst Thema: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1334188/Baumarktkette-Max-Bahr-verliert-Umsatz.html

  • 26.10.2011, 12:57 UhrAnonymer Benutzer: SONNE

    Thema Praktiker:
    Boris Becker ist der Schnee vom vorletzten Jahr.Ein Herr,der mit sich selber in der Krise steckt, sollte kein Zugpferd sein-vor allem Unglaubwürdig!Ein Herr FOX wird dieses Unternehmen nicht retten können,ohne einen Katastrophalen Trümmerhaufen zu hinterlassen auf Kosten der Mitarbeiter mit dem Slogan" Noch weniger-geht nicht"Wenn man in die Märkte schaut,werden an gewissen Tagen immer noch 20% Aktionen angeboten.-Unbelehrbar-
    Das interessante dabei ist,das MAX Bahr in 20% Aktionen nachzieht,das gleiche Schema!!!
    Eine Frage der Zeit,wann der Ertrag in Missernte umschlägt.

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