
Düsseldorf/WienDie Zeit rennt Praktiker davon und noch immer ist ungewiss, ob die angeschlagene Baumarktkette eine Zukunft hat. An diesem Wochenende läuft ein Kredit über einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für das Warengeschäft aus, der den laufenden Betrieb aufrechterhält.
Zwar gab es in den vergangenen Tagen positive Signale aus dem Umfeld des Unternehmens, der Abschluss sei gesichert. Doch Zweifel bleiben. Der Hintergrund: Praktikers Überleben hängt an einer Vielzahl von Verträgen und Vereinbarungen - nicht nur mit Banken, auch mit anderen Stakeholdern. Alle Dokumente müssen geprüft und unterschrieben werden, jeder schaut auf den anderen. Versagt einer der Beteiligten die Unterstützung, gerät das Rettungsgebilde ins Wanken.
Experten sind sich weitgehend einig: In Deutschland gibt es schlichtweg zu viele Baumärkte. Unter diesen Bedingungen ist der Preiskampf hoch und die Margen gering. Es folgt eine Übersicht über die beliebtesten Baumärkte.
Auf Rang zehn liegt Marktkauf. 3,2 Prozent der befragten Deutschen gaben an, 2010 dort eingekauft zu haben. 32,7 Prozent der 23.000 Befragten gaben übrigens an, gar keinen Baumarkt besucht zu haben.
Auf Platz 9 landet Hellweg Baumarkt mit 3,7 Prozent.
Die Globus-Kette steht auf Rang acht: 4,6 Prozent der Befragten gaben an, hier eingekauft zu haben.
Max Bahr rangiert auf dem sechsten Platz mit einem Anteil von 5,5 Prozent.
Nicht unter den Top-Five steht Bauhaus, nämlich nur auf Rang sechs. Mit 9,3 Prozent liegt die Kette nur knapp hinter ...
... Hornbach. Die auch durch intensive TV-Werbung recht bekannte Kette kommt auf zehn Prozent.
Knapp davor rangiert mit 10,4 Prozent Hagebaumarkt.
Etwas überraschend liegen die Baumärkte von Toom vor der Konkurrenz von Hagebaumarkt und Hornbach. Allerdings nur knapp: 10,6 Prozent der Befragten gehen hier gern shoppen.
Mit deutlichem Abstand liegen die beiden Dickschiffe der Branche vorne. Die Silbermedaille geht an Praktiker. Die Kette befindet sich in einem umfangreichen Umbauprozess und musste dabei so manchen Rückschlag einstecken. 20,8 Prozent der Deutschen waren 2010 in einem der blau-gelben Märkte.
Branchenführer im Hinblick auf die Beliebtheit ist Obi. Der Wert liegt bei 26,3 Prozent.
Eine Anfrage bei Praktiker blieb unbeantwortet. Ein wichtiger Schritt scheint jedoch gemacht. Der Darlehensvertrag mit Semper Constantia soll bereits unterzeichnet sein, hieß es in unternehmensnahen Kreisen. Die österreichische Privatbank, die sich nicht zu den Vorgängen äußert, will Praktiker 75 Millionen Euro für die Sanierung bereitstellen. Das Geld soll dazu dienen, bis 2014 etwa 120 der bundesweit 234 Filialen von Praktiker auf die Zweitmarke Max Bahr umzustellen.
In dieser Woche wurden, der Notlage zum Trotz, die ersten sieben Praktiker-Märkte unter der Flagge von Max Bahr neu eröffnet. Zudem soll eine geplante Kapitalerhöhung 60 Millionen Euro einbringen. Zuletzt hatte der Investor Clemens Vedder signalisiert, diese teilweise garantieren zu wollen. Die Rede war von einem Betrag über 25 Millionen Euro.
Die Situation ist ernst. Von Januar bis Juni sank Praktikers Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent auf fast 1,6 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag hat sich zwar deutlich verringert auf knapp 97 Millionen Euro. Der Bargeldbestand aber schrumpfte von 301 auf 48 Millionen Euro. Praktiker hat in den vergangenen Monaten kostbare Zeit verspielt. Die Chefs wurden ausgetauscht und mit ihnen das Sanierungskonzept.
Wochenlang wurde in Sachen Darlehen der US-Finanzinvestor Anchorage bevorzugt, erst seit Ende August verhandelt Praktiker mit Semper Constantia. Bei der Privatbank und dem mit ihr verbündeten Maseltov-Fonds - zusammen halten beide knapp 15 Prozent der Praktiker-Anteile - herrscht indes nüchterner Realismus. Immerhin werden noch Pläne geschmiedet. So soll dem Vernehmen nach Praktiker-Chef Kay Hafner, dessen Vertrag Mitte November ausläuft, vom Wiener Manager Armin Burger ersetzt werden, der seit kurzem im Aufsichtsrat sitzt. Bislang war der frühere Obi-Manager Andreas Sandmann für den Posten gehandelt worden. Er könnte Vertriebsvorstand werden.

der kunde braucht praktiker?????????
ich nicht!!!!!!!!!!!!
wir waren gestern dort.
die auktionsware war nicht da.dafür sind wir dann 20 km gefahren und haben uns einen anhänger geborgt.
wir wurden schon bei der umstelleung der kundenkarte beschissen.seit dem kaufen wir stadt für ca 2000 euronen nur nocht für vieleicht 150 euronen ein.
wir fahren mittlerweile sofort in andere märkte weil die nicht immer aber oft preiswerter sind.na und wenn mal nicht verdiehnt wenigstens der welcher zum kunden erlicher ist.
praktiker??????????? pfuiiiiiiiiiiiii

Die Aktions Artikel sind der letzte Dreck?
Ich weiß ja nicht was du dir da kaufst, aber Bosch, Osram, Gartena usw. als letzten dreck zu beschimpfen finde ich etwas Übertrieben. Auserdem braucht jeder Heimwerker Praktiker, da sich die Baumarktketten schöne Preisschlachten leisten und der Kunde der lachende dritte ist.

Wer braucht schon Praktiker? Das sind echte Rumpelbuden nach Schleckervorbild...und so sollten die auch enden.
Die Preise sind oft genug deutlich über Hornbach & Baumarkt & Max Bahr auf absolut vergleichbaren Waren angesetzt und die beworbene Aktionsware ist sehr oft qualitativ [...]. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.
6 Kommentare
Alle Kommentare lesen