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Preisabsprachen: Airlines droht Millionen-Bußgeld

Ende 2007 hatte die EU-Kommission gleich mehrere Fluggesellschaften beschuldigt, Preisabsprachen bei Luftfracht gebildet zu haben. Nun geht es den Verdächtigen an den Kragen: Nach Medienberichten drohen ihnen Bußgelder von insgesamt rund 800 Millionen Euro. Unter den mutmaßlichen Sündern: British Airways, Air-France-KLM und Qantas.

Zu den verdächtigten Fluglinien gehört unter anderem British Airways. Quelle: Reuters
Zu den verdächtigten Fluglinien gehört unter anderem British Airways. Quelle: Reuters

HB BRÜSSEL. Wegen Preisabsprachen im Luftfrachtgeschäft brummt die EU Kreisen zufolge 13 Rivalen der Lufthansa eine Strafe von insgesamt rund 800 Mio. Euro auf. Allein British Airways drohe ein Bußgeld von bis zu 120 Mio. Euro, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Qantas aus Australien, Singapore Airlines, Japan Airlines und Cathay Pacific hätten mit Bußgeldern zu rechnen.

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Air-France-KLM drohen nach einem Bericht der französischen Tageszeitung "Les Echos" 250 Mio. Euro. Die Lufthansa selbst bleibt straffrei, da sie die Kommission über die Existenz des Kartells informiert hatte.

Am Dienstag will EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia die Strafe bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. Die EU-Kommission kann Unternehmen bei Vergehen gegen EU-Gesetze mit Strafen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes belegen. In der Regel werden aber keine so hohen Bußgelder verhängt.

Die EU-Kommission hatte die Firmen Ende 2007 beschuldigt, ein Kartell für Preisabsprachen bei Luftfracht gebildet zu haben. Zuvor hatte es Razzien beiderseits des Atlantiks gegeben. Die EU selbst hatte die Namen der durchsuchten Firmen nicht genannt. Doch British Airways, Air France-KLM, Japan Airlines, Cathay Pacific wie auch die nordische SAS, All Nippon Airways, Air Canada und Alitalia hatten Razzien in ihren Häusern bestätigt. In Kreisen hieß es, auch Korean Air und Cargolux seien unter die Lupe genommen worden.

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