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Preiskampf: Reedereien bilden Abwehr-Allianz

Ein Preiskampf zwischen Marktführer Maersk und MSC hat die mittelgroßen Reedereien in die roten Zahlen geritten. Sechs von ihnen wollen sich jetzt zur Wehr setzen: Sie stimmen künftig Fahrpläne und Wege untereinander ab.

Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd-Reederei liegt im Hafen in Hamburg. Quelle: ap
Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd-Reederei liegt im Hafen in Hamburg. Quelle: ap

HamburgSechs Container-Linienreedereien aus Europa und Asien haben sich zu einer neuen Allianz im Europa-Fernost-Verkehr zusammengeschlossen. Damit verbinden mehr als 90 Schiffe über 40 Häfen in Asien, Europa und im
Mittelmeer, teilte Hapag-Lloyd als ein Mitglied der neuen „G6 Alliance“ am Dienstag in Hamburg mit.

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Ab April werde die Allianz insgesamt neun Container-Liniendienste betreiben, darunter auch einer, der bis in die Ostsee nach Danzig und Göteborg fährt. In Allianzen stimmen die Mitglieder ihre Fahrpläne und Wege aufeinander ab, um den Kunden ein möglichst lückenloses Angebot zu bieten.

Die Ankündigung hat in der Branche großes Aufsehen erregt. Sie wird von den Experten als eine Abwehrallianz der mittelgroßen Reedereien gegen den Marktführer Maersk interpretiert. Maersk liefert sich mit dem Hauptkonkurrenten MSC seit Monaten einen erbitterten Preiskampf, der auch die Ergebnisse aller anderen Reedereien in die roten Zahlen getrieben hat.

Eine Konsolidierung der Branche mit Übernahmen und Zusammenschlüssen liegt in der Luft. Durch die Allianz wollen die mittelgroßen Reedereien ihre Konkurrenzposition gegenüber den Branchengiganten stärken.

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