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Quartalszahlen: Tui vergrößert Verlust

Für Tui Travel liefen die Geschäfte im vergangenen Geschäftsquartal schlecht. Das hat auch die Mutter ins Minus gezogen. Hoffnung macht dem Reisekonzern der Teilverkauf der Hapag-Lloyd-Anteile.

Reisekataloge an einer Stellwand, aufgenommen in Hannover. Quelle: dapd
Reisekataloge an einer Stellwand, aufgenommen in Hannover. Quelle: dapd

Frankfurt/HannoverDer Reise- und Schifffahrtskonzern Tui hat in seinem ersten Geschäftsquartal wegen einer schwächeren Entwicklung der Tourismustochter Tui Travel mehr Verlust eingefahren. Der Fehlbetrag in den drei Monaten bis Ende Dezember liege bei 137 Millionen Euro nach 94 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum, wie Tui am Mittwoch mitteilte. Auf die Tui-Aktionäre entfällt davon ein Minus von 88 Millionen Euro - weniger als die von Analysten erwarteten 123 bis 167 Millionen Euro Verlust. Im Winter schreiben Tourismusunternehmen üblicherweise rote Zahlen.

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Der Umsatz stieg um rund fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr rechnet Tui weiterhin mit einem moderaten Zuwachs bei Umsatz und operativem Ergebnis.

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Mit den Erlösen aus dem Teilverkauf will Tui vor allem seinen Schuldenberg abbauen. Der Konzern komme mit der Transaktion seinem Ziel, bis Ende des Geschäftjahres 2011/12 schuldenfrei zu sein, einen großen Schritt näher, sagte Tui-Finanzvorstand Horst Baier am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Das wäre bis Ende September.

Nach der Hapag-Lloyd-Einigung forciert TUI ihr Tourismusgeschäft. Konzernchef Michael Frenzel kündigte am Mittwoch vor den Aktionären in Hannover den Ausbau des Reisegeschäfts in China, Russland und der Ukraine an. Als weitere Ziele nannte er Indien und Brasilien, wo eine neu entstehende Mittelschicht verstärkt in den Urlaub fahre. „Alleine in China sprechen wir von mehr als drei Millionen Menschen, die für hochwertige touristische Angebote außerhalb ihres Landes Geld ausgeben können“, sagte Frenzel.

Zugleich zeichne sich ab, dass die Unruhen in Nordafrika das Tourismusgeschäft nicht mehr so stark belasten werden. Bei aller gebotenen Vorsicht gehe der Konzern davon aus, dass sich die Nachfrage nach Reisen in die nordafrikanischen Länder im weiteren Jahresverlauf langsam erholen werde, erläuterte Finanzchef Horst Baier.

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