Die Aktionäre der niederländischen Zeitarbeitsfirma Vedior können die Übernahmeofferte des größeren Rivalen Randstad bis zum 9. Mai annehmen. Randstad will mindestens 66,67 Prozent der Vedior-Aktien erhalten.
HB AMSTERDAM. Das teilte der Konzern am Mittwoch in einer Finanzanzeige in der Zeitung "Het Financieele Dagblad" mit. Randstad
ist bereits mit 15 Prozent an Vedior
beteiligt. Nach der Übernahme wolle Randstad
den Rivalen von der Börse nehmen. Der Preis belaufe sich auf insgesamt 3,3 Mrd. Euro. Mit der Fusion würde die Nummer zwei auf dem Weltmarkt für Vermittlungen von Arbeitskräften entstehen.
Die Offerte besteht den weiteren Angaben zufolge aus einer Bar- und einer Aktienkomponente. Randstad
biete 9,50 Euro in bar und 0,32759 eigene Aktien für jedes Vedior
-Dividendenpapier.
Basierend auf dem Schlusskursen von Freitag bewertet das Gebot den Rivalen mit 19 Euro je Aktie. Das fusionierte Unternehmen käme nach früheren Angaben auf einen Umsatz von 17,3 Mrd. Euro. Weltmarktführer bleibt die Schweizer Adecco.
Randstad
erwartet durch den Zusammenschluss Kosteneinsparungen und Steuervorteile von rund 100 Mill. Euro. In der vergangenen Woche hatte Randstad
bekanntgegeben, eine kleinere portugiesische Tochter zu verkaufen, um die EU-Genehmigung für die Übernahme des Rivalen Vedior
zu erhalten.
Zugleich bekräftigte das Unternehmen seine Erwartungen für das erste Quartal. Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) werde mit mindestens 100 Mill. Euro gerechnet nach 99,4 Mill. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Vedior
-Aktien
notierten im Handelsverlauf wenig verändert bei 18,22 Euro. Die Randstad
-Papiere
gaben 1,5 Prozent auf 28,59 Euro nach.

