
GarmischZu Zeiten Friedrich Wilhelm I. war die Anwaltssuche vergleichsweise einfach. Praktizieren durften nur diejenigen Advokaten, die über eine königliche Lizenz verfügten. Und wer ohne hoheitliche Erlaubnis Rechtsrat erteilte, der wurde auf Anordnung des Königs gebrandmarkt.
Heute dagegen haben die rund 156.000 in Deutschland zugelassenen Anwälte vor allem in den Großstädten Schwierigkeiten, überhaupt von den Mandanten wahrgenommen zu werden. Zwar finden sich ihre Namen in Anwaltsverzeichnissen, in den Gelben Seiten und natürlich über Abfragen im Internet.
Doch vielen von ihnen fehlen relevante Unterscheidungsmerkmale, so dass die Anwaltsrecherche zumindest für die Mehrzahl der Privathaushalte der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleicht. Unternehmen können zumindest bei der Suche nach Wirtschaftssozietäten die einschlägigen Ranglisten von Topkanzleien zurate ziehen.
Dirk Schroeder (Köln)
Romina Polley (Köln)
Joachim Schütze (Düsseldorf)
Marc Besen (Düsseldorf)
Heinz-Joachim Freund (Frankfurt/Main)
Joerg-Martin M. Schultze (Frankfurt/Main)
Andreas Röhling (Köln)
Burkhard Richter (Düsseldorf)
Gerhard Wiedemann (Düsseldorf)
Hans-Joachim Prieß (Berlin)
Peter Niggemann (Düsseldorf)
Thomas Lübbig (Berlin)
Tobias Klose (Düsseldorf)
Ingo Brinker (München)
Rainer Bechtold (Stuttgart)
Wolfgang Bosch (Frankfurt/Main)
K. Peter Mailänder (Stuttgart)
Christoph Stadler (Düsseldorf)
Horst Satzky (Frankfurt/Main)
Jochen Burrichter (Düsseldorf)
Markus Röhrig (Düsseldorf)
Thorsten Mäger (Düsseldorf)
Daniela Seeliger (Düsseldorf)
Wolfgang Deselaers (Düsseldorf)
Andreas Lubberger (Berlin)
Holger Stappert (Düsseldorf)
Alexander Rinne (München)
Karsten Metzlaff (Berlin)
Christoph Peter (Frankfurt/Main)
Josef Lothar Schulte (Frankfurt/Main)
Tilman Siebert (München)
Alexander Riesenkampff (Frankfurt/Main)
Hans-Joachim Hellmann (Mannheim)
Holger Wissel (Düsseldorf)
Ulrich Quack (Berlin)
Hat der Anwalt keine eigene Internetseite, dann ist Vorsicht geboten. Der typische Jurist ist laut Rechtsanwalt Benno Heussen nicht jünger als 45 Jahre und nicht älter als 65 Jahre, „weil Anwälte jenseits dieser Altersgrenze häufig keine Lust mehr haben, zu arbeiten“. Heussen weiß, wovon er spricht. Der Honorarprofessor an der Universität Hannover war viele Jahre im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins aktiv und gilt als versierter Kenner des Markts.
Auch einen Anwalt, der über keine eigene Internetpräsenz verfügt, sollte man besser nicht beauftragen, rät Heussen, Partner der gleichnamigen Sozietät in Berlin. Über die Webseiten der Anwälte sei nämlich viel über die Spezialisierung des einzelnen Advokaten zu erfahren. Zumal ist eine Kanzlei, die sich heutzutage nicht im Netz präsentiert, nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit.