Christian Gehling (Frankfurt/Main)
Thomas M. Bühl (Frankfurt/Main)
Christopher Kellett (Frankfurt/Main)
Oliver Felsenstein (Frankfurt/Main)
Martin Bell (Frankfurt/Main)
Udo Simmat (Stuttgart)
Benedikt von Schorlemer (Frankfurt/Main)
Andreas von Werder (Frankfurt/Main)
Christoph Nawroth (Düsseldorf)
Ludwig Leyendecker (Köln)
Nils Matthias Koffka (Hamburg)
Philip Martinius (München)
Christian Cascante (Stuttgart)
Gerhard Wegen (Stuttgart)
Jan Bauer (Frankfurt/Main)
Rainer Loges (München)
Achim Herfs (München)
Christof Jäckle (Frankfurt/Main)
Hans-Jörg Ziegenhain (München)
Julius Budde (Berlin)
Maximilian Schiessl (Düsseldorf)
Peter Weyland (Frankfurt/Main)
Reinhold Ernst (Düsseldorf)
Thomas Müller (Frankfurt/Main)
Dirk Besse (München)
Joachim W. Habetha (Frankfurt/Main)
Volker Kullmann (München)
Christina Ungeheuer (Frankfurt/Main)
Jörg Kirchner (München)
Rainer Traugott (München)
Ralph Drebes (Frankfurt/Main)
Ulrich Wolff (Frankfurt/Main)
Norbert Rieger (München)
Peter Nussbaum (München)
Maximilian Koch (Düsseldorf)
Georg Christoph Schneider (München)
Thomas Schulz (München)
Andreas Rodin (Frankfurt/Main)
Frank Thiäner (München)
Matthias Bruse (München)
Michael Inhester (München)
Otto Haberstock (München)
Michael Roos (Mainz)
Frank Vogel (Berlin)
Justus F. Binder (München)
Till Fock (Berlin)
Lutz Zimmer (München)
M. Jaletzke (Frankfurt/Main)
W. R. Henle (München)
Konstantin Technau (Frankfurt/Main)
Peter Hellich (Düsseldorf)
Andreas Oldenbourg (München)
Peter Christian Schmidt (Hamburg)
Simon Preisenberger (München)
Gerhard Schmidt (Frankfurt/Main)
Andreas Stilcken (München)
Jochen Winter (Frankfurt/Main)
Mario Schmidt (Frankfurt/Main)
KölnEine Klage führen und das finanzielle Risiko abwälzen - das hört sich nach einem verlockenden Angebot an. Dennoch sind hierzulande Prozesskostenfinanzierer, die solche Dienste übernehmen, weitgehend unbekannt. So nahm etwa kaum jemand Notiz davon, dass Anfang des Monats die D.A.S. Prozessfinanzierung zur Legial umfirmierte. Dabei kann der Anbieter, wie die gesamte Branche, Erfolge vorweisen. Gerade erst wehrte sich ein mittelständischer Softwareunternehmer mit Unterstützung von Legial erfolgreich gegen den Internetriesen Google. Bei aussichtsreichen Klagen ab einem größeren Streitwert stehen die Prozesskostenfinanzierer den Anwälten und Mandanten mit Finanzkraft zur Seite. Die Gegenleistung: eine Beteiligung am erstrittenen Erlös.
Thilo Pfordte (München)
Heiner Hugger (Frankfurt/Main)
Alfred Dierlamm (Wiesbaden)
Jürgen Taschke (Frankfurt/Main)
Felix Dörr (Frankfurt/Main)
Gerhard Strate (Hamburg)
Eberhard Wahle (Stuttgart)
Bernd Gross (Frankfurt/Main)
Hanns W. Feigen (Frankfurt/Main)
Walther Graf (Köln)
Franz Salditt (Neuwied)
Rainer Hamm (Frankfurt/Main)
Regina Michalke (Frankfurt/Main)
Stefan Kirsch (Frankfurt/Main)
Eberhard Kempf (Frankfurt/Main)
Klaus Volk (München)
Thomas C. Knierim (Mainz)
Carsten Wegner (Berlin)
Daniel M. Krause (Berlin)
Klaus Leipold (München)
Gina Greeve (Frankfurt/Main)
Lars Kutzner (Berlin)
Hans Dahs (Bonn)
Heiko H. Lesch (Bonn)
Wolf Schiller (Frankfurt/Main)
Martin Wulf (Berlin)
Michael Streck (Köln)
Rainer Spatscheck (München)
Rolf Schwedhelm (Köln)
Anne Wehnert (Düsseldorf)
Marcus Mosiek (Düsseldorf)
Simone Kämpfer (Düsseldorf)
Sven Thomas (Düsseldorf)
Marcus Böttger (Düsseldorf)
Markus Berndt (Düsseldorf)
Renate Verjans (Düsseldorf)
Heiko Ahlbrecht (Düsseldorf)
Jürgen Wessing (Düsseldorf)
Gunter Widmaier (Karlsruhe)
Das Modell der Prozesskostenfinanzierung stammt aus den USA. Vor dem Hintergrund, dass dort Mandanten, gleich ob sie verlieren oder gewinnen, ihre Anwaltskosten selbst tragen müssen, hat sich das Modell früh ausgeprägt. Seit gut einem Jahrzehnt ist diese Dienstleistung auch hierzulande zu haben. Rund ein Dutzend Anbieter teilt sich den Markt auf, wobei Foris als erstes Unternehmen in Deutschland aktiv wurde. Neben der Legial gibt es weitere Töchter von Versicherern wie die Allianz Prozessfinanz und die Roland Prozessfinanz. Daneben mischen Juratec, Jurafinance, Acivo, Slb-Verwaltungsgesellschaft und andere mit.
Peter H. Hoegen
Michael C. Frege
Klaus Pannen
Lars Westpfahl
Burkard Göpfert
Helmut Balthasar
Klaus Hubert Görg
Achim Herfs
Hans-Jochem Lüer
Jörg Paura
Michael Jaffé
Kolja von Bismarck
Markus Hartung
Axel Bierbach
Horst Piepenburg
Martin Prager
Andreas Ziegenhagen
Jobst Wellensiek
Christoph Schulte-Kaubrügger
Sven-Holger Undritz
Das Prinzip ist einfach: Die Prozesskostenfinanzierung ist die Rechtsschutzversicherung "für danach", so Professor Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt-Universität. "Der Versicherungsfall ist eingetreten, aber ich habe keine Rechtsschutzversicherung. Stattdessen kann ich in diesem Fall zu einem Prozessfinanzierer gehen und meine Ansprüche über ihn realisieren."
Das macht den Unterschied zwischen Prozesskostenfinanzierung und Rechtsschutzversicherung aus: Die Rechtsschutzversicherung wird von ihren Beiträgen finanziert. Mit der Police wird ein grundsätzlicher Vertrag abgeschlossen, für den Prämien fällig werden müssen. Ein Versicherungsunternehmen hat meist Millionen Kunden im Bestand, von denen vielleicht zwei bis drei Prozent einen Schadensfall pro Jahr anmelden. Die Prozesskostenfinanzierung hingegen nimmt nur im Einzelfall das Risiko an. Im Erfolgsfall wird kassiert. Die Beteiligung liegt im Schnitt bei 20 Prozent. Bei Fällen mit niedrigerem Streitwert kann auch ein knappes Drittel des Betrags als Erfolgsbeteiligung eingefordert werden. Faustformel: Je größer der Fall, desto geringer die prozentuale Erfolgsbeteiligung. Wenn der Prozess jedoch verlorengeht, bezahlt der Kunde gar nichts - noch nicht einmal eine Prämie.
Dirk Schroeder (Köln)
Romina Polley (Köln)
Joachim Schütze (Düsseldorf)
Marc Besen (Düsseldorf)
Heinz-Joachim Freund (Frankfurt/Main)
Joerg-Martin M. Schultze (Frankfurt/Main)
Andreas Röhling (Köln)
Burkhard Richter (Düsseldorf)
Gerhard Wiedemann (Düsseldorf)
Hans-Joachim Prieß (Berlin)
Peter Niggemann (Düsseldorf)
Thomas Lübbig (Berlin)
Tobias Klose (Düsseldorf)
Ingo Brinker (München)
Rainer Bechtold (Stuttgart)
Wolfgang Bosch (Frankfurt/Main)
K. Peter Mailänder (Stuttgart)
Christoph Stadler (Düsseldorf)
Horst Satzky (Frankfurt/Main)
Jochen Burrichter (Düsseldorf)
Markus Röhrig (Düsseldorf)
Thorsten Mäger (Düsseldorf)
Daniela Seeliger (Düsseldorf)
Wolfgang Deselaers (Düsseldorf)
Andreas Lubberger (Berlin)
Holger Stappert (Düsseldorf)
Alexander Rinne (München)
Karsten Metzlaff (Berlin)
Christoph Peter (Frankfurt/Main)
Josef Lothar Schulte (Frankfurt/Main)
Tilman Siebert (München)
Alexander Riesenkampff (Frankfurt/Main)
Hans-Joachim Hellmann (Mannheim)
Holger Wissel (Düsseldorf)
Ulrich Quack (Berlin)
Damit ist die wichtigste Voraussetzung des Modells die Erfolgsaussicht des Rechtsstreits. Ein Prozesskostenfinanzierer engagiert sich nur dann, wenn er davon ausgeht, dass sein Kunde gewinnen kann. "Die Unternehmen suchen in der Regel nach Fällen mit Erfolgsaussichten zwischen 70 und 80 Prozent", sagt Jurist Schwintowski, der an der Humboldt-Universität unter anderem die Forschungsstelle für Gerichtskostenfinanzierung leitet. Das Rechtsdienstleistungsgesetz verbietet den Finanzierern indes, sich in die Prozessführung einzumischen.
Allerdings befassen sich Anbieter auch jenseits möglicher Erfolgsaussichten nicht mit jedem Fall. "Zahlreiche Prozessfinanzierer haben einen Mindeststreitwert, der bei Rechtsschutzversicherungen entfällt", erläutert Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein. Die Anforderungen an den Streitwert sind bei den verschiedenen Anbietern am Markt unterschiedlich. Grundsätzlich aber gilt: Der Streitwert muss entsprechend hoch sein, damit sich das Risiko des Prozessfinanzierers rechnet.