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Reedereien: Fusion von Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt

Die deutschen Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd werden nicht miteinander fusionieren. Die beiden Eigentümergruppen konnten sich nicht auf ein gemeinsames Übernahmemodell einigen.

Zurzeit liegt Hapag-Lloyd weltweit gemessen an der Transportkapazität auf Platz sechs in der Containerschifffahrt. Quelle: dpa
Zurzeit liegt Hapag-Lloyd weltweit gemessen an der Transportkapazität auf Platz sechs in der Containerschifffahrt. Quelle: dpa

BerlinDie geplante Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd ist vom Tisch. Am Sonntagabend gaben die Hapag-Lloyd-Großaktionäre TUI und das Albert-Ballin-Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne bekannt, dass die Pläne auf Wunsch der Oetker-Seite eingestellt wurden. Hauptgrund sei, dass die beiden Eigentümergruppen bislang „keine Einigkeit über eine partnerschaftliche Ausgestaltung der Transaktion" erzielt hätten.

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Ranking Die größten Reedereien der Welt

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In den vergangenen Monaten war immer wieder nach draußen gedrungen, dass sich die Verhandlungen über eine Fusion als schwierig gestalteten. Für großen Unmut sorgte, dass Kühne – dem der Logistikkonzern Kühne + Nagel mehrheitlich gehört – eine „Fusion unter Gleichen" forderte und zudem einen späteren Börsengang zur Voraussetzung für seine Zustimmung zu dem Vorhaben machte. Die zum Oetker-Konzern gehörende Containerlinie Hamburg Süd strebte dem Vernehmen nach einen Zusammenschluss unter seine Regie an.

Die größten Reedereien der Welt

  • Platz 10

    Hanjin - 115 Schiffe

    Die südkoreanische Reederei ist seit 1969 im Containergeschäft aktiv und steuert heute über 80 Häfen in mehr als 35 Ländern an. In Deutschland wurden die Koreaner durch ihre Beteiligung an der Bremer Reederei Senator Lines bekannt, die mittlerweile den Betrieb eingestellt hat.

  • Platz 9

    Platz 9 - APL - 123 Schiffe

    Die American President Lines blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Mittlerweile gehört die Reederei vollständig der Neptun Orient Lines in Singapur und hat sich aus dem Passagiergeschäft verabschiedet. Die Containerschiffe von APL steuern heute 140 Länder an.

  • Platz 8

    CSCL - 138 Schiffe

    Die China Shipping Container Lines gehören zu den jüngsten Reedereien der Containerschifffahrt und gehört zur China Shipping Group. Seit 1997 expandiert die chinesische Reederei massiv - und steuert alleine in China über 40 Häfen an.

  • Platz 7

    Hapag-Lloyd - 152 Schiffe

    Durch die Fusion der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) und Norddeutscher Lloyd entstand 1970 einer der größten deutsche Logistik- und Transportunternehmen. Im Laufe der Unternehmensgeschichte, ging auch das Containergeschäft im Tui-Konzern auf. Mittlerweile gehört nur noch das Touristikgeschäft dem einstigen Mutterkonzern.

  • Platz 6

    Cosco - 164 Schiffe

    Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut.

  • Platz 5

    PIL - 175 Schiffe

    Mit der Küstenschifffahrt und kleinen Liniendiensten von Singapur in die Häfen Südostasiens begann 1967 die Erfolgsgeschichte der Pacific International Lines. In den folgenden Jahrzehnten dehnte die Reederei ihr Containerliniennetz von Asien nach Europa und schließlich in die ganze Welt aus. Bis heute ist PIL ein Familienunternehmen.

  • Platz 4

    Evergreen - 204 Schiffe

    Anders als der Name vermuten lässt kommt auch die Reederei Evergreen aus China, genauer: aus Taipeh. Zur Reedereien gehören die Uniglory Marine aus Taiwan, die Evergreen Marine UK (vorher: Hatsu Marine) aus Großbritannien und die Lloyd Triestino (einst Österreichischer Lloyd, seit 2006 Italia Marittima). Darüber hinaus hält die Reederei Beteiligungen an der Fluggesellschaft Eva Air und an der Hotelkette Evergreen Laurel.

  • Platz 3

    CMA CGM - 425 Schiffe

    Aus Compagnie Générale Maritime (CGM) und der Compagnie Maritime d'Affrètement (CMA) entstand 1999 die größte Reederei Frankreichs, die auch weltweit in der Top 3 landet. Mit der CMA CGM Marco Polo mit seiner betreibt das Unternehmen seit Ende 2012 das größte Containerschiff der Welt (siehe Foto). An Bord ist Platz für über 16.000 Container.

  • Platz 2

    MSC - 474 Schiffe

    Eine der größten Reedereien der Welt kommt ausgerechnet aus der Schweiz. Die Mediterranean Shipping Company (MSC) aus Genf wuchs jahrelang rasant durch den Kauf gebrauchter Containerschiffe, bestellt mittlerweile aber auch neue Schiffe. Wichtigster Umschlagplatz ist der Hafen in Antwerpen, weltweit steuert die Reederei 270 Häfen an.

  • Platz 1

    Maersk - 574 Schiffe

    Das größte Containerimperium der Welt wird von Kopenhagen aus gesteuert. Seit 1904 sind die Dänen im Frachtgeschäft tätig und unterhalten mittlerweile Niederlassungen in 135 Ländern. Neben der Containerschifffahrt gehört auch die Öl- und Gasförderung zum Geschäft von Maersk.

Beide Reedereien hatten im Dezember angekündigt, eine Fusion zu prüfen, um sich gegen die Branchenkrise zu stemmen. Reedereien leiden derzeit weltweit unter der Flaute auf den Weltmeeren durch die globale Konjunkturschwäche und die gestiegenen Treibstoffkosten.

Reedereien

Zurzeit liegt Hapag-Lloyd weltweit gemessen an der Transportkapazität auf Platz sechs in der Containerschifffahrt, Hamburg Süd auf Rang zwölf. Bei einem Zusammenschluss wären beide mit einer gemeinsamen Containerflotte von mehr als 250 Schiffen auf Rang vier hinter Weltmarktführer Maersk sowie MSC und CMA CGM vorgerückt.

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