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Reiseveranstalter: Thomas Cook will indische Tochter verkaufen

Keine leichte Zeit für Reiseveranstalter. Der arabische Frühling wirkt weiter nach und hält Urlauber zurück. Nur ein Problem bei Thomas Cook. Der Verkauf der indischen Tochter soll etwas Luft verschaffen.

Thomas Cook-Filiale in London. Quelle: dapd
Thomas Cook-Filiale in London. Quelle: dapd

PeterboroughDer angeschlagene Reiseveranstalter Thomas Cook versucht nach einem verlustreichen ersten Geschäftsquartal mit dem Verkauf seiner indischen Tochter zu Geld zu kommen. „Nach einer Reihe informeller Interessensbekundungen, die wir unaufgefordert erhalten haben, haben wir uns entschieden, für unsere Beteiligung an Thomas Cook India offizielle Angebote einzuholen“, sagte der Interimschef Sam Weihagen am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen.

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Der Reiseveranstalter, der in Deutschland vor allem mit der Marke „Neckermann Reisen“ und der Fluglinie Condor präsent ist, hält 77 Prozent an seiner Indien-Sparte, die selbst an der Börse notiert ist.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember rutschte der Tui-Konkurrent wegen der politischen Verwerfungen in Nordafrika und der Zurückhaltung der Kunden angesichts der unsicheren Lage der Wirtschaft tiefer in die roten Zahlen. Der saisontypische Vorsteuerverlust stieg um mehr als die Hälfte auf 152 Millionen britische Pfund (183 Mio. Euro). Der operative Verlust vor Sondereffekten wie Umstrukturierungskosten stieg auf 91 Millionen Pfund - im Vorjahreszeitraum waren es 37 Millionen Pfund. Der Umsatz legte hingegen um drei Prozent auf 1,86 Milliarden Pfund zu. Ein Nettoergebnis gab das Unternehmen nicht bekannt.

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